Tiere des Stadtschäfers David Myers weiden auch im Winter auf den Wiesen
Während sich Menschen bei kalten Temperaturen warm anziehen, den Mantelkragen aufstellen und sich mit Schal, Mütze und Handschuhen vor frostigen Temperaturen schützen, haben Weideschafe das nicht nötig. Sie sind hervorragend an die kalte Jahreszeit angepasst und profitieren sogar von der Weidehaltung im Winter. Daher sind auch die Tiere des Stadtschäfers David Myers weiterhin auf den Maintaler (Streuobst)wiesen unterwegs.
Ihre dichte Wolle schützt Schafe sehr gut vor Kälte und lässt keine Nässe durch. Sie ist das perfekte Dämmmaterial. Bei gesunden Tieren sind Temperaturen bis weit unter null Grad Celsius daher in der Regel kein gesundheitliches Problem. Zudem sind Schafe auf ausreichend Bewegung und frische Luft angewiesen. Gerade bei ganzjährigen Weidetieren ist die Verdauung auf frisches Futter ausgerichtet – auch im Winter. Gleichzeitig wirkt der Pansen als Teil des Verdauungssystems wie ein kleiner Reaktor, der die Tiere von innen wärmt.
Bei der Wanderschäferei wie David Myers sie praktiziert, sind die Tiere an die Haltung im Freien angepasst. Die frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem – deutlich stärker sogar als bei der Stallhaltung. Da die Tiere alle zwei bis drei Tage die Flächen wechseln, sind sie beim Grasen ständig in Bewegung, sodass in diesem Fall – auch gemäß der Vorgaben des Veterinärsamts des Main-Kinzig-Kreises – kein Unterstand erforderlich ist.
Zudem trägt die ganzjährige Weidehaltung zu Umwelt- und Klimaschutz bei. Denn die Grünflächen sind der größte CO2-Speicher. Doch ohne regelmäßige Pflege verbuschen die Streuobstwiesen und die Landschaft verliert ihren offenen, vielfältigen Charakter. Damit würden nicht nur die einzigartige Kulturlandschaft, sondern auch seltene Tier- und Pflanzenarten verloren gehen.
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Schafe
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Schafe
Bei einer Wanderschäferei sind die Tiere ganzjährig auf der Weide – so wie die Schafe von Maintals Stadtschäfer David Myers.
Quelle: Redaktion MKK Echo

