Mittwoch, Januar 14, 2026
StartBlaulichtNach Schusswaffengebrauch während Polizeieinsatz - ZEUGEN gesucht! Angreifer lebensbedrohlich verletzt

Nach Schusswaffengebrauch während Polizeieinsatz – ZEUGEN gesucht! Angreifer lebensbedrohlich verletzt

Wiesbaden / Hanau (ots) – Wir bitten um Beachtung der nachfolgenden, gemeinsamen
Folgemitteilung der Staatsanwaltschaft Hanau und des Hessischen
Landeskriminalamts (siehe auch:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6195751):

Während eines Polizeieinsatzes kam es Montagabend (12.01.) gegen 20.25 Uhr im
Maintaler Ortsteil Wachenbuchen zu einem Schusswaffengebrauch durch eingesetzte
Polizeibeamte, bei dem ein 38-jähriger Mann schwer verletzt wurde.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6195085

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war die Polizei bereits am
Montagnachmittag in Amtshilfe für das zuständige Veterinäramt an der
Wohnanschrift des Mannes in Hanau im Einsatz. Hintergrund war ein Hinweis wegen
des Verdachts der Tierwohlgefährdung – er soll mehrere Hundewelpen nicht
tiergerecht gehalten haben. Bei der anschließenden Kontrolle soll es zu einer
Bedrohung mit einem stockähnlichen Gegenstand gegen die vor Ort befindlichen
Einsatzkräfte und Personen gekommen sein, weshalb der gemeinsame Einsatz
zunächst abgebrochen wurde.

Am Abend meldete eine Zeugin, dass der 38-Jährige mehrere Hundewelpen aus dem
Fenster seiner Wohnung werfen würde. Die nach dort entsandten Einsatzkräfte der
Feuerwehr und Polizei stellten sodann Rauch fest, der aus der Wohnung des Mannes
kam. In einem Ofen hatte er augenscheinlich Kunststoffmaterial verbrannt und die
Wohnung anschließend zu Fuß verlassen. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahr
umgehend.

Der mit einem Messer bewaffnete 38-Jährige soll sodann durch Hanau-Mittelbuchen
gegangen und auf seinem Weg einen Mann und später eine Frau bedroht haben. Unter
anderem soll er mit dem Messer mehrere Schwing- und Stichbewegungen in Richtung
der Passanten ausgeführt haben. Gegen den 38-Jährigen wurden daher
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte, der Bedrohung, der Brandstiftung und des versuchten
Totschlags eingeleitet.

Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnten die eingesetzten Polizeibeamten den
Mann, der sich mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand,
schließlich in der Bachstraße / “Alt Wachenbuchen” in Maintal feststellen und
ansprechen. Hierauf habe er nicht reagiert.

Daraufhin wurde der Diensthund, der auch zugebissen hat, gegen den Mann
eingesetzt. Der Mann stach sodann auf den Diensthund ein. In der weiteren Folge
musste aufgrund der anhaltenden Gefahrensituation das Distanzelektroimpulsgerät
(DEIG) und der Teleskopschlagstock eingesetzt sowie von der Schusswaffe Gebrauch
gemacht werden. Hierbei wurde der 38-jährige Mann im Bereich der Schulter
getroffen. Danach soll sich der Mann mit seinem mitgeführten Messer selbst
verletzt haben. Einsatzkräfte leisteten erste Hilfe. Derzeit wird er in einem
Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt. Sein Zustand ist weiterhin
lebensbedrohlich.

Andere Personen wurden nicht verletzt.

Die genauen Hintergründe der Tat und der Ablauf des Einsatzes werden derzeit
durch die Staatsanwaltschaft Hanau und das HLKA ermittelt. Die gesicherten
Spuren werden im kriminaltechnischen und -wissenschaftlichen Institut des HLKA
untersucht und ausgewertet.

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten sich mit dem
HLKA unter 0611/83 – 8300 in Verbindung zu setzen. Ebenso können Hinweise per
E-Mail an hinweise-kapitaldelikte.hlka@polizei.hessen.de gegeben werden.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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