Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) tritt erstmals zur Ortsbeiratswahl in Windecken an. Plakate befinden sich im Druck. In den nächsten Tagen ziehen dann Ehrenamtliche mit Klappleitern durch Straßen und Gassen, um Pappflächen an Laternenpfosten zu befestigen. Geht es nach Spitzenkandidat Dr. Ralf Grünke, gehört diese Praxis bald der Vergangenheit an.
Eine Forderung aus dem Fünf-Punkte-Programm der Ökopartei lautet: „Das Plakatieren vor Wahlen soll nur auf dafür ausgewiesenen Plakatwänden zugelassen werden.“ In anderen Kommunen wird dies bereits so gehandhabt.
Grünke sieht mehrere Vorteile in der Ausweisung öffentlicher Plakatwände vor Wahlen.
Erstens könne man so Wildplakatierung eindämmen. Schon jetzt sei geregelt, wo Parteien Plakate aufhängen dürften und wo nicht. Es bestünden jedoch Grenzfälle, und manche Helfende missachteten Regeln, meist wohl aus Unwissenheit. Klare Vorgaben seien da nützlich: Wahlplakate gehören nur auf die gekennzeichneten Flächen auf den seitens der Stadt genannten Wänden. Wenn dies die Vorgabe sei, herrsche Gewissheit.
Zweitens ließe sich so eine umweltbelastende Materialschlacht verhindern. Städtische Plakatwände mit einer festen Anzahl von Feldern für jede zur Wahl zugelassene Partei machten die Herstellung und den Arbeitseinsatz planbar, erklärt Grünke. Derzeit komme es darauf an, durch möglichst viele Plakate an den Stellen mit regem Publikumsverkehr auf sich aufmerksam zu machen. Wer wahrgenommen werden wolle, dem bliebe kaum etwas anderes übrig, als sich am Wettbewerb des „immer mehr“ zu beteiligen.
Drittens käme man mit öffentlichen Plakatwänden denjenigen entgegen, die durch die zahlreichen Plakate an Laternenpfosten das Stadtbild verschandelt sehen.
Viertens fördere die Maßnahme die Chancengleichheit der Parteien und Wählergruppen. Kleinere Parteien könnten es sich schlicht nicht leisten, auch nur annähernd so viele Plakate herstellen zu lassen und aufzuhängen wie die großen. Dadurch hätten sie im Wettstreit der Ideen und Lösungen viel geringere Gelegenheiten, gesehen zu werden.
Mangels öffentlicher Plakatwände wird die ÖDP im Wahlkampf für den Ortsbeirat die herkömmlichen Plakate aus Pappe verwenden.
Bildunterschrift:
Illustration einer öffentlichen Plakatwand für Wahlkampfzeiten.
Quelle: Redaktion MKK Echo

