Das Hotel Lauer im Schönecker Ortsteil Kilianstädten ist mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit – es ist ein Stück gelebte Gastfreundschaft und Kultur in Schöneck. Im Rahmen von „CDU im Dialog“ besuchte die CDU Schöneck jetzt den einzigen Hotelbetrieb der Gemeinde, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und mit Inhaberin Marianne Lauer über Chancen und Herausforderungen zu sprechen.
Das Haus an der Frankfurter Straße wurde in den 1990er-Jahren von Marianne Lauer und ihrem Mann übernommen und Schritt für Schritt umgebaut und erweitert. 1994 wurde der Betrieb eröffnet, mit damals acht Zimmern. Aus einem traditionellen Gasthaus wurde ein modernes kleines Hotel mit heute 17 Zimmern. Marianne Lauer führt das Haus inzwischen allein – unterstützt von einem kleinen, festen Team: fünf Mini-Jobberinnen sowie einer fest angestellten Mitarbeiterin. „Man spürt in jeder Ecke, wie viel Herzblut hier drin steckt“, betonte CDU-Vorsitzender Thorsten Weitzel beim Rundgang. „Solche Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen – und genau darüber wollen wir im Dialog sein.“
Marianne Lauer selbst ist meist persönlich an Rezeption und im Frühstücksraum anzutreffen, kennt viele ihrer Stammgäste beim Namen und spricht mit internationalen Besucherinnen und Besuchern ganz selbstverständlich in mehreren Sprachen. In den vergangenen Jahren hat sie trotz wirtschaftlich anspruchsvoller Zeiten weiter in den Standort investiert. Wichtige Maßnahmen waren unter anderem der Einbau einer Klimaanlage in jedes Zimmer und der Ausbau der früheren Gaststätte im Erdgeschoss zu zusätzlichen Zimmern – darunter auch Apartments mit mehr Platz für Langzeitgäste. Weitere Umbaupläne hat Marianne Lauer bereits im Blick, auch wenn noch offen ist, ob einer ihrer beiden Söhne den Betrieb eines Tages übernehmen wird. „Das ist eine Entscheidung, die in Ruhe in der Familie getroffen werden muss.“
Für die CDU ist das Hotel Lauer aus kommunalpolitischer Sicht ein wichtiger Standortvorteil für Schöneck: Geschäftsreisende, Monteure, Besucher von Firmen im Gewerbegebiet, aber auch Gäste von Familienfeiern oder Kulturveranstaltungen finden hier eine Übernachtungsmöglichkeit direkt im Ort. Darüber hinaus ist das Hotel auch ein kultureller Treffpunkt: Marianne Lauer engagiert sich seit Jahren sozial und kulturell.
Beim Gespräch scheute man sich nicht, auch kritische Punkte anzusprechen. Marianne Lauer schilderte, wie belastend die Umbaumaßnahmen an der Frankfurter Straße in der Vergangenheit für den Betrieb waren. Ein weiteres Thema war die Zunahme von privat vermieteten Wohnungen über Plattformen wie AirBnB, auch in Kilianstädten. Dies stehe in einem gewissen Spannungsverhältnis zur aktuellen Diskussion um Wohnungsmangel, wenn reguläre Wohnungen dem Markt entzogen und dauerhaft als Ferien- oder Monteurunterkünfte genutzt werden. Hinzu komme, so Lauer, dass ein Hotelbetrieb einer Vielzahl von Auflagen unterliegt – von Brand- und Hygieneschutz bis zu Melde- und Steuerpflichten– während private Kurzzeitvermietungen oft unter ganz anderen Bedingungen laufen.
Der Besuch der CDU Politiker im Hotel Lauer machte deutlich: Engagement, Mut zu Investitionen und persönliche Nähe zu den Gästen sind die Zutaten, mit denen Marianne Lauer ihr Hotel seit Jahrzehnten erfolgreich führt. „Mit ‚CDU im Dialog‘ wollen wir genau hinhören, wo Unterstützung nötig ist, damit solche Unternehmen auch in Zukunft gute Perspektiven in der Gemeinde haben – und dass ihre Anliegen in der politischen Diskussion gehört werden“, so CDU-Vorstandsmitglied Dr. Frederik Möller, der erstmals für die Gemeindevertretung kandidiert.

Quelle: Thorsten Weitzel

