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55 neue Bäume für Bad Soden-Salmünster

Bad Soden-Salmünster. Stadt treibt natürlichen Klimaschutz und zukunftsfähige Flächenbewirtschaftung weiter voran.

Mit knapp 600.000 Euro aus dem KfW-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ hat die Stadt Bad Soden-Salmünster eine wichtige Grundlage geschaffen, um ihre Ziele bei der klimaangepassten Entwicklung und Pflege öffentlicher Flächen weiter umzusetzen. Gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ist eine solche Förderung von besonderer Bedeutung, weil sie zusätzliche Spielräume für Maßnahmen eröffnet, die ökologisch sinnvoll und langfristig auch wirtschaftlich tragfähig sind.

Ein erstes sichtbares Zeichen dieser Förderphase sind 55 neu gepflanzte Bäume im gesamten Stadtgebiet. Bürgermeister Dominik Brasch besuchte aus diesem Anlass die Mitarbeitenden des städtischen Bauhofs bei den Arbeiten vor Ort, unter anderem am MünsterbergPARK, wo 14 neue Bäume als künftige Schattenspender gesetzt wurden.

„Mit den jetzigen Pflanzungen wird ganz konkret sichtbar, was wir mit dem Förderprogramm erreichen wollen: mehr Stadtgrün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Klimaanpassung und eine nachhaltigere Pflege unserer Flächen. Das ist praktische Stadtentwicklung vor Ort“, so Bürgermeister Dominik Brasch.

Die neuen Bäume verteilen sich auf mehrere Standorte im gesamten Stadtgebiet. Schwerpunkte der Pflanzungen liegen in Hausen, am MünsterbergPARK, im Kurpark und weiteren Bereichen in Bad Soden, in Alsberg, auf dem Friedhof in Salmünster sowie an einzelnen Standorten in Katholisch-Willenroth und in zwei Kindertagesstätten. Ergänzend wurde im Bereich des Trauerzentrums eine bestehende Heckenstruktur durch rund 250 heimische Sträucher zu einer kombinierten Sicht- und Vogelschutzhecke erweitert.

Die Baumarten wurden bewusst vielfältig und standortgerecht ausgewählt. Ziel ist es, den städtischen Baumbestand robuster und anpassungsfähiger aufzustellen. Dahinter steht die fachliche Empfehlung, mit Blick auf Schädlinge, Krankheiten und die Folgen klimatischer Veränderungen auf Vielfalt zu setzen. Gepflanzt wurden ausschließlich hochwertige Hochstämme, die in der Baumschule bereits mehrfach verpflanzt wurden und mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern bereits eine beachtliche Qualität und Entwicklungsstärke aufweisen.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 22.000 Euro brutto für Pflanzen, Baumsubstrat, Düngemittel und Befestigungsmaterial. Die internen Personalkosten sind darin nicht enthalten. Finanziert wird die Maßnahme über das KfW-Förderprogramm. Mit der Pflanzung allein ist die Arbeit allerdings nicht beendet: Die neu gesetzten Bäume und Sträucher befinden sich in den kommenden Jahren zunächst in der Entwicklungspflege, an die sich eine Fertigstellungspflege anschließt. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen, notwendige Pflegemaßnahmen und insbesondere das Wässern, das in den ersten Jahren für ein gutes Anwachsen entscheidend ist.

Die Pflanzungen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes zur klimaangepassten und zugleich wirtschaftlich tragfähigen Bewirtschaftung städtischer Flächen. In enger Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband arbeitet die Stadt derzeit an einem nachhaltigen Grünflächenmanagement. Koordiniert werden zentrale Schritte dabei durch Bauhofleiter Christoph Betz. Unterstützt wird dieser Prozess durch das Fachwissen aus dem Bauhof selbst, unter anderem durch Gärtner Sebastian Drobeck sowie die Baumsachverständigen Emil Gaul und Björn Schmelzer.

Bereits umgesetzt wurden unter anderem die vollständige Digitalisierung aller Baumstandorte sowie weitere Digitalisierungsmaßnahmen im Bauhof. Dadurch werden Pflege, Kontrolle und Entwicklung des städtischen Grüns systematischer, effizienter und langfristig belastbarer organisiert.

Auch in der Flächenpflege wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Veränderungen angestoßen. Viele städtische Flächen werden heute extensiver bewirtschaftet als früher. Das stärkt nicht nur die Artenvielfalt, sondern erschließt auch konkrete Einsparpotenziale. So wird auf städtischen Flächen inzwischen wieder Heu gewonnen, das direkt im Wildpark verwertet werden kann. Dadurch reduzieren sich sowohl die Kosten für die Grünschnittentsorgung als auch für zusätzliches Futtermittel. Der eingeschlagene Weg verbindet damit ökologische Ziele mit einem praktischen und wirtschaftlich sinnvollen Verwaltungshandeln.

„Wir wollen ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft zusammenbringen. Genau darin liegt für uns eine moderne kommunale Flächenbewirtschaftung“, betont Brasch.

Im weiteren Verlauf des Förderprogramms plant die Stadt zusätzliche Maßnahmen. Dazu gehören weitere Baumpflanzungen, die Anschaffung von Geräten für eine schonendere und insektenfreundlichere Flächenpflege sowie Maßnahmen zur Starkregenprävention und zum Wasserrückhalt auf geeigneten Flächen. Ziel ist es, städtische Freiräume ökologisch aufzuwerten und sie zugleich widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Trockenphasen und Starkregenereignissen zu machen.

Ein besonderer Dank gilt dem städtischen Bauhof, der die Maßnahmen vor Ort mit hohem Einsatz umsetzt und den Veränderungsprozess aktiv mitträgt. Gerade die Anpassung von Pflegekonzepten, Arbeitsabläufen und technischen Standards zeigt, dass die Entwicklung in Bad Soden-Salmünster nicht nur geplant, sondern auch mit Überzeugung praktisch umgesetzt wird.

Die aktuellen Pflanzungen reihen sich in eine kontinuierliche Entwicklung ein: Zusammen mit den Baumpflanzungen der vergangenen Jahre, darunter die Allee am Münsterberg in Kooperation mit der SKF, hat Bad Soden-Salmünster in den vergangenen fünf bis sechs Jahren insgesamt knapp 140 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt. Hinzu kommen zahlreiche Strauch- und Staudenpflanzungen.

Quelle: Stadt Bad Soden-Salmünster

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