Erster Kreisbeigeordneter Hofmann: „Wichtiges Anliegen öffentlich sichtbar machen“
Main-Kinzig-Kreis. – Mit der fünften Auflage des Benefiz-Kunstkalenders hat der Verein aristanet e.V. erneut eine fünfstellige Spendensumme erzielt. 13.000 Euro gehen an das Frauenhaus Wächtersbach. Mit dem Geld werden Frauen und Kinder unterstützt, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Die symbolische Scheckübergabe fand im Rahmen der Finissage der Ausstellung „AUFSTEHEN, Kunst von Frauen für Frauen“ im Main-Kinzig-Forum statt.
„Die Erlöse aus dem Benefiz-Kunstkalender leisten einen wichtigen Beitrag für die Arbeit des Frauenhauses Wächtersbach. Sie helfen Frauen und Kindern, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchen. Zugleich ist das Main-Kinzig-Forum als Kreishaus genau der richtige Ort, um das Engagement des Vereins und das wichtige Anliegen öffentlich sichtbar zu machen“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann, der auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die den Benefiz-Kunstkalender übernommen hatte. Er dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement: „Der Verein aristanet mit seinen überaus aktiven Frauen leistet Großartiges. Dafür gebührt ihm große Anerkennung, genau wie den seit Jahren verlässlichen Sponsoren, den Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern.“
„Die aktuellen Zahlen der jährlichen Kriminalstatistik über die von der Polizei registrierten Delikte zur Gewalt gegen Frauen sind erschreckend. In Hessen stieg die häusliche Gewalt im Jahr 2025 um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Sexualdelikte nahmen um neun Prozent zu. Neun Frauen wurden von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. 20 weitere Frauen überlebten versuchte Tötungen“, erklärte aristanet-Vorsitzende Friederike Ley. Diese Entwicklung zeige, wie dringend Unterstützung und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit notwendig sind, so Friederike Ley und ergänzte: „Zugleich sehen wir, dass mehr Betroffene Hilfe suchen und Anzeigen erstatten. Häusliche und sexuelle Gewalt dürfen kein Tabuthema sein.“ Mit dem Benefiz-Kunstkalender und den begleitenden Ausstellungen leiste aristanet finanzielle Hilfe und setze ein wichtiges Zeichen.
An der Spendenübergabe nahmen Vertreterinnen von aristanet sowie beteiligte Künstlerinnen teil. Vertreter der Sponsoren waren ebenfalls in das Bürgerportal gekommen. Stefan Hummel, Leiter Privatkunden der Kreissparkasse Gelnhausen, Wido Wagner, Geschäftsführer der Stadtwerke Gelnhausen GmbH, und Oliver Habekost, Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig GmbH. Von Seiten des Main-Kinzig-Kreises nahm Grit Ciani, Leiterin des Referats für Frauen und Chancengleichheit, teil.
Den symbolischen Scheck nahmen Brigitte Machnitzke und Lea Kircher entgegen. Sie vertreten den Verein Frauen helfen Frauen e.V., der das Frauenhaus in Wächtersbach sowie eine Beratungs- und Interventionsstelle betreibt. „Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland kein Einzelfall, sondern bittere Realität“, betonte Brigitte Machnitzke. Seit Bestehen des Frauenhauses wurden 1413 Frauen und 1520 Kinder auf ihrem Weg aus der Gewalt unterstützt und begleitet.
In der Ausstellung „AUFSTEHEN, Kunst von Frauen für Frauen“ im Main-Kinzig-Forum präsentierten 36 Künstlerinnen aus der Region und darüber hinaus ihre Arbeiten zum gleichlautenden Thema des Benefizkalenders. Seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 2022 wurden 58.000 Euro für das Frauenhaus und seine Beratungsstelle gesammelt. „Dieses Ergebnis ist nur mit vereinten Kräften möglich. Wir danken allen, die dazu beitragen, insbesondere unserem Schirmherrn Andreas Hofmann, den Fachstellen des Main-Kinzig-Kreises sowie den Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft“, so Friederike Ley. Die Beiträge der Sponsoren decken Produktions- und Werbekosten. Damit fließt jeder Euro aus dem Verkauf vollständig an das Frauenhaus. Im Rahmen der Finissage kündigte Ley die Fortsetzung des Projekts an. Derzeit wird das Motto für den Kalender 2027 entwickelt, die Bekanntgabe und Ausschreibung der Bewerbung ist für Mai geplant.
Weitere Informationen zum Benefiz-Kalender und zum Verein aristanet e.V. finden sich unter aristanet.de sowie auf Facebook und Instagram.
Hilfsangebote
Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können sich an das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden. Es ist unter der Telefonnummer 116 016 kostenfrei, anonym, in 18 Sprachen und rund um die Uhr erreichbar. Online-Beratung erhalten Betroffene unter http://www.hilfetelefon.de.
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

