StartRegion 2Hanau„Vertrauen entsteht dort, wo Probleme tatsächlich gelöst werden“

„Vertrauen entsteht dort, wo Probleme tatsächlich gelöst werden“

Social Media, Künstliche Intelligenz, Fake News, Datenschutz und das Vertrauen junger Menschen in die Politik: Die Themen haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 dem CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig bei seinem Besuch an der Eppsteinschule in Hanau selbst gesetzt. Nach einem kurzen Impulsvortrag über seinen persönlichen Weg und seine politische Arbeit stand vor allem der offene Austausch mit den Jugendlichen im Mittelpunkt.

Zum Einstieg richtete Pascal Reddig den Blick auf Generationengerechtigkeit und die langfristige Finanzierbarkeit der sozialen Sicherungssysteme. Am Beispiel der Rente machte er die Entwicklung deutlich: Kamen früher rechnerisch rund sechs Beitragszahler auf einen Rentner, sind es heute nur noch etwa zwei. Politische Entscheidungen von heute dürften Lasten nicht einseitig auf kommende Generationen verschieben.

Breiten Raum nahm die Frage ein, ob Social Media für unter 16-Jährige eingeschränkt werden sollte. Ein pauschales Verbot hält Pascal Reddig nicht für den richtigen Weg, einen stärkeren Schutz jüngerer Kinder hingegen schon: Die Nutzung bis zum 14. Lebensjahr solle deutlich begrenzt und zwischen 14 und 16 Jahren ein gestaffelter Zugang ermöglicht werden. Vor allem die großen Plattformbetreiber müssten dabei stärker in die Pflicht genommen werden – das gelte auch im Umgang mit Fake News und Desinformation, die durch KI-generierte Inhalte zusätzlich erschwert werde. Gleichzeitig warnte er davor, Social Media zu verteufeln: Die Plattformen böten auch Chancen für gesellschaftliche und politische Teilhabe.

Auch der eigene Umgang mit Künstlicher Intelligenz, die Sicherheit persönlicher Daten in staatlichen digitalen Wallets und die Chatkontrolle wurden diskutiert. Ein willkürlicher Zugriff von Behörden auf private Kommunikation sei nicht akzeptabel, betonte Pascal Reddig; Eingriffe seien an hohe rechtliche Voraussetzungen und richterliche Kontrolle gebunden. Für eine effektive Strafverfolgung könne der Zugriff auf digitale Kommunikation unter klar definierten rechtsstaatlichen Voraussetzungen jedoch erforderlich sein.

Zum Abschluss stand die Frage im Raum, wie Politik das Vertrauen junger Menschen zurückgewinnen kann. „Wenn Jugendliche in Schulen sitzen, in denen es durch die Decke regnet, ist die Skepsis nachvollziehbar. Vertrauen entsteht nicht allein durch bessere Kommunikation, sondern dort, wo Probleme tatsächlich gelöst werden“, so Pascal Reddig. „Die Diskussion an der Eppsteinschule hat gezeigt, wie genau junge Menschen hinschauen und wie differenziert sie über diese Themen nachdenken. Für diesen engagierten Austausch bin ich den Schülerinnen und Schülern und dem gesamten Team der Eppsteinschule sehr dankbar.“

Quelle: Team Reddig

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