Wer sich für das Zusammenleben in einer vielfältigen
Gesellschaft einsetzt, kennt die Bedeutung guter Kontakte und verlässlicher
Ansprechpartner. Genau hier setzte der Interkulturelle Abend des
Polizeipräsidiums Südosthessen in Kooperation mit der Stadt Hanau am Freitag im
Bürgerhaus Wolfgang an. Über 140 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener
Vereine, Religionsgemeinschaften, Ausländerbeiräte und weiterer Institutionen
aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis kamen zusammen, um sich auszutauschen.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Kulturelle Darbietungen einer
Folklore-Tanzgruppe ergänzten das Programm. Eingeladen waren Menschen, die sich
beruflich oder ehrenamtlich für ihre Gemeinschaften engagieren,
gesellschaftliche Entwicklungen begleiten und häufig als Vermittler zwischen
unterschiedlich geprägten Menschen wirken.
Polizeivizepräsidentin Anja Wetz unterstrich in ihrem Grußwort, wie wichtig es
sei, miteinander im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Sichtweisen
kennenzulernen. Die Polizei wolle erfahren, welche Themen die Menschen in der
Region beschäftigen, ansprechbar sein und mögliche Herausforderungen frühzeitig
gemeinsam angehen.
“Für uns bietet diese Veranstaltung die Gelegenheit, bestehende Verbindungen zu
pflegen, den gegenseitigen Austausch zu vertiefen und das Vertrauen zwischen
Polizei und Zivilgesellschaft weiter zu stärken”, erklärte Wetz.
Das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche, “#dafür”, bot einen passenden
Rahmen. Es steht für eine bewusste Haltung und die Bereitschaft, sich für ein
respektvolles Miteinander einzusetzen. Dazu gehört nach den Worten der
Polizeivizepräsidentin auch, andere Perspektiven ernst zu nehmen und trotz
unterschiedlicher Auffassungen im Dialog zu bleiben. Menschen, die sich in
Vereinen, Religionsgemeinschaften, Beiräten und anderen Einrichtungen
einbringen, leisteten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen
Zusammenhalt und zur Stärkung der Demokratie.
Auch Hanaus Stadtrat Andreas Jäger betonte in seinen Grußworten “Hanau lebt von
den Menschen, die hier wohnen, arbeiten, lernen und sich engagieren. Menschen
mit unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und kulturellen Hintergründen
prägen unser Gemeinwesen und machen es vielfältig und lebendig. Gerade in einer
Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen und Ausgrenzung vielerorts spürbar
sind, ist es wichtig, deutlich zu sagen, wofür wir stehen. Als Stadt tragen wir
Verantwortung dafür, ein respektvolles Miteinander zu fördern, Chancengleichheit
zu ermöglichen und allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu
eröffnen”.
Auch Ajdin Talic als Vorsitzender des Hanauer Ausländerbeirats sowie Enis
Gülegen als Vorsitzender des Landesausländerbeirats begrüßten die Gäste und
betonten die Wirksamkeit der Zusammenkunft im Rahmen des Interkulturellen
Abends.
Beim anschließenden gemeinsamen Austausch nutzten die Teilnehmenden die
Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und sich auch mit
den Migrationsbeauftragten des Polizeipräsidiums Südosthessen auszutauschen.
Das Polizeipräsidium Südosthessen richtet den Interkulturellen Abend seit 2002
im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche aus. Seit 2022 wird die
Veranstaltung in Hanau gemeinsam mit der Stadt Hanau ausgerichtet. Mit zwei
Veranstaltungsorten in Offenbach und Hanau möchte das Polizeipräsidium
Südosthessen den unterschiedlichen regionalen Netzwerken möglichst vielen
Beteiligten den persönlichen Austausch ermöglichen.
Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

