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Europa erleben, Freundschaften schließen: Kopernikusschüler auf deutsch-französischem Austausch

Straßburg statt Klassenzimmer, europäische Politik zum Anfassen und neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg: Zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 aus dem Real- und Gymnasialzweig der Kopernikusschule Freigericht erlebten kurz vor den Herbstferien eine abwechslungsreiche deutsch-französische Begegnung mit ihrer Partnerschule, dem Collège Nicolas Untersteller in Stiring-Wendel. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Sprache und Kultur, sondern vor allem das persönliche Kennenlernen und das gemeinsame Entdecken Europas.

Den Auftakt bildete eine sogenannte Drittortbegegnung in Straßburg. Dabei trafen sich die deutschen und französischen Jugendlichen zunächst an einem gemeinsamen Reiseziel, um sich in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Dass Französischunterricht weit mehr sein kann als Vokabeln und Grammatik, wurde schnell deutlich: Gemeinsam unterwegs zu sein, miteinander Aufgaben zu lösen und sich in der jeweils anderen Sprache zu verständigen, eröffnete den Jugendlichen ganz neue Erfahrungen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments. In Straßburg, einem der zentralen Orte europäischer Politik, erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeit einer Institution, die für die Zusammenarbeit der europäischen Staaten steht. Gerade für die Kopernikusschule als Europaschule war dies eine wertvolle Gelegenheit, den europäischen Gedanken unmittelbar erlebbar zu machen.

Anschließend ging es auf Entdeckungstour durch die elsässische Metropole. Bei einer Stadtrallye in deutsch-französischen Gruppen erkundeten die Jugendlichen Straßburg und bewältigten gemeinsam verschiedene interaktive Aufgaben. Dabei waren nicht nur Orientierungssinn und Kreativität gefragt, sondern vor allem Teamgeist und Kommunikation.

Auch die Kunst kam nicht zu kurz: Im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst beschäftigten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Bei einem Workshop durften sie anschließend selbst zu Stift und Papier greifen und ihre eigenen kreativen Ideen umsetzen. So wurde der Museumsbesuch zu einer weiteren Gelegenheit, gemeinsam aktiv zu werden.

Nach den gemeinsamen Erlebnissen in Straßburg führte die Reise weiter nach Stiring-Wendel. Dort verbrachten die deutschen Schülerinnen und Schüler eine Nacht in französischen Gastfamilien und erhielten damit einen unmittelbaren Einblick in den Alltag ihrer Austauschpartnerinnen und Austauschpartner. Auch der Besuch des vollständig modernisierten Collège Nicolas Untersteller stand auf dem Programm. Die Gäste aus Freigericht konnten die neu gestaltete Schule kennenlernen und Eindrücke vom französischen Schulleben sammeln.

Zwischen gemeinsamen Aktivitäten, Gesprächen und vielen kleinen Erlebnissen entstanden erste Freundschaften, die hoffentlich weit über die Austauschfahrt hinaus Bestand haben werden. Wie die beiden Begleitpersonen, Anja Pieke und Inga Stadler, verrieten, dürfen sich die Jugendlichen schon jetzt auf ein Wiedersehen freuen: Im Mai 2027 findet die nächste Begegnung in Bamberg statt. Dann werden die deutschen Schülerinnen und Schüler ihren französischen Gästen auch die Kopernikusschule und das Leben in ihren eigenen Familien vorstellen.

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Quelle: Thorsten Weitzel

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