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CIMA-Studie bestätigt Hanauer Weg: Innenstadt ist mehr als ein Einkaufsort

Handel und Nahversorgung bleiben Frequenzanker / Aufenthaltsqualität, Kultur, Gastronomie und Sport gewinnen an Bedeutung / Hanauer Einzelhandel überschreitet erstmals die 900-Millionen-Euro-Marke / Versorgungslücke soll geschlossen werden

„Innenstädte verlieren nicht an Bedeutung, im Gegenteil. Innenstädte verändern sich. Auf diesen Wandel, die neuen Nutzungserwartungen und Ansprüche reagieren wir mit unserem Innenstadtentwicklungsprogramm Hanau aufLADEN schon seit vielen Jahren”, so Hanaus neuer Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri, der den eingeschlagenen Weg durch die neue „Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27″ der CIMA Beratung + Management GmbH bestätigt sieht.

Nach den Ausgaben 2022 und 2024 präsentiert die dritte repräsentative Auflage der Deutschland-Studie der CIMA Beratung + Management GmbH erneut die wichtigsten Kennzahlen und Trends zur Wahrnehmung der Themen Innenstadt, Shopping, Sicherheit und Ordnung sowie Wohnen und Leben in deutschen Innenstädten. Mehr als 5.000 Menschen ab 16 Jahren wurden bundesweit befragt. Die wichtigste Erkenntnis der Studie lautet, dass die Bindung zur Innenstadt wieder wächst. So gaben 83.3 Prozent der Befragten an, ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig zu besuchen wie heute. Innenstädte haben laut Studie spürbar an Attraktivität gewonnen, viele Stadtentwicklungsprogramme zeigten ihre Wirkung.

Mit der CIMA Beratung + Management GmbH verbindet die Hanauer Verantwortlichen eine langjährige Partnerschaft. Seit vielen Jahren begleitet die auf Stadt- und Regionalentwicklung spezialisierte Beratungsagentur den Hanauer Weg, war bei der Gründung der Hanau Marketing GmbH (HMG) involviert und unterstützte den großen Stadtumbau mit Erhebungen und Umfragen. Auch beim Hessischen Stadtmarketingtag, der auf die Initiative der HMG zurückgeht, ist die Agentur seit dem Start Partner.

Verbesserte Nahversorgung im Blick

„Handel und Nahversorgung bleiben der Kern der Innenstadt, gleichzeitig muss sie ein Ort zum Leben, Begegnen, Erleben und Verweilen sein“, sagt Dr. Bieri weiter. Dass sich Hanau als Einzelhandelsstandort grundsätzlich entwickelt hat, zeigen die Umsatzzahlen: Der Einzelhandelsumsatz ist von 576,2 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 905,96 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegen und hat damit erstmals die Marke von 900 Millionen Euro überschritten.

Eine zentrale Aussage der Studie lautet: Nahversorgung ist das Frequenzfundament der Innenstadt. Nahrungs- und Genussmittel bilden gemeinsam mit Gesundheit, Körperpflege und Drogeriewaren weiterhin die wichtigsten Warengruppen für eine attraktive Innenstadt.

Nach der Schließung des Rewe-Marktes im Forum Hanau besteht insbesondere bei der Nahversorgung eine identifizierte Lücke. Um hier gezielt gegenzusteuern und das entstandene Vakuum möglichst schnell wieder schließen zu können, sind die Hanauer Verantwortlichen bei der kommenden EXPO REAL (5.-7. Oktober) in München, um fortgeschrittene Gesprächstermine mit großen Einzelhandelsunternehmen weiterzuführen.

Mehr als Einzelhandel

Neben dem Einzelhandel als Frequenzbringer sind konsumfreie Aufenthaltsorte und -möglichkeiten sowie Sport- und Fitnesseinrichtungen von wachsender Bedeutung. Die Innenstadt wird zunehmend als „Dritter Ort“, als Raum für Begegnung und Austausch, in dem Einkaufen, Aufenthalt, Arbeiten, Lernen und Freizeit ineinandergreifen, verstanden.

Der künftige Einzug von Decathlon in das Untergeschoss des Stadthofs wird das Thema Sport künftig noch stärker in die Innenstadt bringen. Gemeinsam mit der Stadt will der internationale Sportartikelhersteller den Marktplatz immer wieder zum Sportplatz machen. Wie stark Sport die Innenstadt beleben kann, zeigten zuletzt der 25. Hanauer Stadtlauf mit Rekordbeteiligung von 4.000 Läuferinnen und Läufern, die 3×3-Basketball-Hessenmeisterschaft auf dem Freiheitsplatz oder die Special Olympics Landesspiele 2025 auf dem Marktplatz.

Erreichbarkeit, Kultur und Ausblick

Wie gut die Maßnahmen der Hanauer Innenstadtentwicklung greifen, belegen die Zahlen der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) und der Hanauer Parkhaus GmbH (HPG). Die HPG verzeichnete 2025 insgesamt 2.279.486 Kurzparker-Einfahrten, was rund 4,2 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024 bedeutet. Auch die HSB erreichte vergangenes Jahr erstmals mehr als 15 Millionen Fahrgäste.

„Es gibt nicht die eine Einzelmaßnahme, welche die Attraktivität einer Innenstadt steigert. Es ist das Zusammenspiel aus vielen Bereichen und Gewerken“, so Dr. Bieri. „Wir schauen in Hanau auf eine, trotz aller bundesweiten wirtschaftlichen Herausforderungen, insgesamt positive Entwicklung. Auf den gemachten Erfahrungen gilt es aufzubauen, gemeinsam und entschlossen nach vorne zu schauen und den eingeschlagenen Weg der multifunktionalen Innenstadt weiter voranzutreiben.“

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Thomas Nawrath

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cima-studie bestätigt hanauer weg: innenstadt ist mehr als ein einkaufsort © stadt hanau / moritz göbel wochenmärkte sind teil der nahversorgung. sie fördern auch begegnung und austausch.

Quelle: Stadt Hanau

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