Seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 lenkt Christian Leinweber die Geschicke der Kopernikusschule Freigericht. Nun ist seine neue Aufgabe auch offiziell besiegelt: Im Rahmen einer Gesamtkonferenz erhielt der erfahrene Pädagoge seine Ernennungsurkunde zum Direktor einer Gesamtschule als Leiter einer Gesamtschule mit Oberstufe. Überreicht wurde sie von Schulamtsdirektorin Martina Schneider vom Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau. Damit ist aus dem zunächst mit der Schulleitung beauftragten Pädagogen nun auch formal der neue Direktor der größten allgemeinbildende
Schule des Main-Kinzig-Kreises geworden.
Mit Christian Leinweber steht ein Schulleiter an der Spitze der Kopernikusschule, der das Schulwesen aus unterschiedlichen Perspektiven kennt. Der im Landkreis Fulda lebende dreifache Familienvater blickt auf mehr als zwei Jahrzehnte pädagogischer Erfahrung zurück und hat dabei nicht nur unterrichtet, sondern auch zahlreiche Schulentwicklungsprozesse aktiv mitgestaltet. Seine beruflichen Wurzeln liegen im Main-Kinzig-Kreis: Nach dem Referendariat an der Heinrich-Böll-Schule und dem Lichtenberg-Oberstufengymnasium in Bruchköbel sammelte er zunächst Erfahrungen an der dortigen integrierten Gesamtschule. Anschließend prägten 18 Jahre an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau seinen beruflichen Werdegang. Dort unterrichtete er die Fächer Deutsch, Geschichte und katholische Religion.
Als Personalratsvorsitzender, Mitglied der Schulkonferenz und schließlich seit 2020 als stellvertretender Schulleiter lernte Leinweber die vielfältigen Anforderungen schulischer Führung kennen. Zeitweise führte er die Karl-Rehbein-Schule auch kommissarisch. Hinzu kam eine weitere Leitungsaufgabe: Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2023/2024 leitete er parallel zu seiner Tätigkeit in Hanau mit halber Stelle die Anton-Calaminus-Schule in Gründau-Rothenbergen. Erfahrungen, die ihm nun bei der Führung der Kopernikusschule mit ihren unterschiedlichen Schulzweigen und der gymnasialen Oberstufe zugutekommen.
Dass Christian Leinweber Schule nicht nur verwalten, sondern gemeinsam mit anderen gestalten möchte, machte er bereits bei seinem Amtsantritt im August 2025 deutlich. Damals stellte er seine neue Aufgabe unter ein Motto, das bis heute zu seinem Verständnis von Schulentwicklung passt: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Mit diesem Franz Kafka zugeschriebenen Gedanken verband Leinweber seinen Wunsch, die Zukunft der Kopernikusschule gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinde aktiv zu gestalten.
Dabei setzt er auf Zusammenarbeit, Dialog und die Bereitschaft, neue Perspektiven einzunehmen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie die schulischen Gremien sollen den weiteren Entwicklungsprozess gemeinsam tragen. Die Kopernikusschule bringt dafür als kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, selbstständige Schule und Europaschule des Landes Hessen vielfältige Voraussetzungen mit.
Die Übergabe der Ernennungsurkunde im Kreis des Kollegiums markiert einen weiteren wichtigen Schritt in der beruflichen Laufbahn des erfahrenen Pädagogen. Zugleich unterstreicht sie die Kontinuität an der Spitze der Kopernikusschule. Leinweber hatte die Leitung zum 1. August 2025 von seinem langjährigen Vorgänger Ulrich Mayer übernommen und ist seitdem mit den Menschen, Strukturen und Herausforderungen seiner neuen Schule zunehmend vertraut geworden. Für Christian Leinweber bleibt der Blick dabei vor allem nach vorne gerichtet: Die Kopernikusschule soll ein Ort sein, an dem junge Menschen bestmöglich gefördert werden, unterschiedliche Bildungswege ihren Platz haben und die gesamte Schulgemeinde Verantwortung für eine erfolgreiche Zukunft übernimmt.
Quelle: Thorsten Weitzel

