Die positive Entwicklung hält an: Im Zuständigkeitsbereich des Kommunalen
Centers für Arbeit (KCA) liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen im Rechtskreis SGB II auch im
Oktober unter der Marke von 6.000. Nach den offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren
zuletzt 5.913 Menschen arbeitslos gemeldet. Bereits im September war die Schwelle erstmals seit Juli
2025 wieder unterschritten worden. Seit Jahresbeginn ist die Zahl um 600 Personen beziehungsweise
9,2 Prozent gesunken. Gegenüber Oktober 2025 ergibt sich bei vergleichbarem Gebietsstand ein
Rückgang um 518 Personen beziehungsweise 8,1 Prozent.
„Unter 6.000 Arbeitslose – darüber freuen wir uns wirklich. Gerade weil der Arbeitsmarkt derzeit
alles andere als einfach ist“, sagt Beate Langhammer, Vorstandsvorsitzende des KCA. „Unsere
Kolleginnen und Kollegen arbeiten jeden Tag daran, Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen.
Das gelingt nicht immer auf Anhieb. Oft braucht es viele Gespräche, gezielte Qualifizierungen und
einen langen Atem. Umso erfreulicher ist es, dass sich die positive Entwicklung auch im Oktober
bestätigt. Das ist eine schöne Anerkennung für die Arbeit unserer Teams.“
Auch Landrat Thorsten Stolz, derzeitiger Vorsitzender des KCA-Verwaltungsrats, begrüßt die
Entwicklung: „Ein Rückgang von rund neun Prozent seit Jahresbeginn ist erfreulich, gerade vor dem
Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage. Für uns als Landkreis ist entscheidend, dass
Menschen möglichst dauerhaft wieder in Arbeit kommen und Betriebe die Arbeitskräfte finden, die
sie brauchen. Dafür ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem KCA und der regionalen Wirtschaft
unverzichtbar. Die aktuellen Zahlen machen Mut, sind aber kein Grund zur Entwarnung.“
Dass die 6.000er-Marke nun im zweiten Monat in Folge unterschritten wird, ist auch angesichts der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bemerkenswert. Die Konjunkturumfragen der IHK Hanau
Gelnhausen-Schlüchtern zeigen, dass die Unternehmen ihre Geschäftslage und
Beschäftigungsperspektiven 2025 noch weniger pessimistisch einschätzten als im bisherigen
Jahresverlauf 2026. Die Agentur für Arbeit Hanau spricht in ihrer Oktoberbilanz von einem
Arbeitsmarkt, der sich insgesamt seitwärts bewegt. Während die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk
leicht zunahm, ging sie im Rechtskreis SGB II nochmals geringfügig zurück.
Seit dem 1. Januar 2026 ist das KCA nach der Auskreisung der Stadt Hanau für die Grundsicherung im
verbleibenden Main-Kinzig-Kreis zuständig. Die unterschiedlichen Arbeitsmarktbedingungen zeigen
sich auch in den statistischen Kennzahlen: Im September lag die anteilige SGB-II-Arbeitslosenquote im
Main-Kinzig-Kreis ohne Hanau bei 3,2 Prozent, in der Stadt Hanau bei 7,7 Prozent. Auch im Oktober
ging die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen in beiden Gebieten leicht zurück.
Corinna Geßinger, Vorständin des KCA, ordnet die Entwicklung aus der operativen Erfahrung ein:
„Wir kennen die besonderen Herausforderungen in Hanau aus vielen Jahren eigener Arbeit und
haben sie immer offen angesprochen. Eine neue organisatorische Zuständigkeit verändert nicht
automatisch die Lebenssituationen der Menschen oder die Bedingungen auf dem örtlichen
Arbeitsmarkt. Solche Herausforderungen lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Das wissen
wir aus unserer täglichen Arbeit.“
Auch für das übrige Kreisgebiet ist die positive Entwicklung kein Anlass zur Entwarnung.
Betriebsschließungen, Insolvenzen und angekündigter Stellenabbau belasten die regionale
Wirtschaft. Welche Folgen sich daraus für die Grundsicherung ergeben, könnte sich teilweise erst in
den kommenden Monaten zeigen. Gleichzeitig bleibt die Langzeitarbeitslosigkeit eine große
Herausforderung: Bereits im September war mehr als die Hälfte der beim KCA arbeitslos gemeldeten
Menschen seit über einem Jahr ohne Beschäftigung.
„Gerade bei Menschen, die schon länger arbeitslos sind, braucht es häufig mehr als eine klassische
Stellenvermittlung“, betont Geßinger. „Wir müssen gemeinsam mit den Betrieben Möglichkeiten
schaffen, auch diesen Menschen den Weg zurück in Arbeit zu eröffnen. Darauf kommt es für uns in
den nächsten Monaten besonders an.“
Für das KCA ist die nun auch im Oktober bestätigte Unterschreitung der 6.000er-Marke eine
erfreuliche Zwischenbilanz – und zugleich Ansporn, die Integrations- und Vermittlungsarbeit
gemeinsam mit den regionalen Arbeitgebern weiter voranzubringen.
Quelle: Kommunales Center für Arbeit (KCA), Main-Kinzig-Kreis.

