HSG Hanau sind zu Gast beim TuS 1882 Opladen
Am Samstag um 17:00 Uhr betritt die HSG Hanau die Bielerthalle in Opladen, um in der 3. Liga Süd-West den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Die Grimmstädter belegen mit 6:6 Punkten den achten Tabellenplatz und bringen drei Siege in Folge mit ins Rheinland — der TuS 1882 Opladen steht mit 4:10 Punkten auf Rang 13. Auf der einen Seite die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim, die gerade Fahrt aufnimmt — auf der anderen ein Gastgeber, der den ersten Heimsieg der Saison anstrebt.
Trainer Axel Spandau lässt keinen Zweifel daran, was ihn an diesem Gegner beschäftigt: „Opladen ist eine körperlich äußerst robuste Mannschaft, die auch dementsprechend in der 6:0-Deckung steht. Spieltragende Figuren sind Spielmacher Dittmer sowie die Johannmeyer-Brüder und Heß am Kreis. Da müssen wir gegenhalten mit unserer Körperlichkeit in der Deckung und natürlich auch mit taktischem Geschick.” Der Matchplan, so Spandau weiter, ziele darauf ab, die gegnerische Deckung mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-eins-Verhalten zu bespielen und dann aus einer eigenen starken Abwehrarbeit heraus ins Tempospiel zu kommen.
Drei Siege in Serie: Die Blau-Weißen haben sich in den vergangenen Wochen einen Flow erarbeitet, der nicht zufällig entstanden ist. Sie ist das Ergebnis der konsequenten Abwehrarbeit, der Bereitschaft, über die zweite Wellen Tempo zugehen und die sich bietenden Chancen deutlich besser zu nutzen. Das Ziel ist es die begonnene Serie weiter auszubauen.
Auf der Gegenseite arbeitet seit Saisonbeginn, eines der aufstrebenden Trainertalenten im deutschen Nachwuchshandball, Aaron Hahn, der im letzten Jahr Deutscher Meisterschaft mit der A-Jugend des SC Magdeburg wurde. Er baut auf ein System auf, das vor allem auf physische Präsenz setzt — die defensive 6:0-Deckung des TuS 1882 Opladen soll den Hanauern den Rhythmus nehmen und schnelle Lösungen im Rückraum erschweren. Der gefährlichste Mann auf dem Feld ist Linksaußen Paul Gießelmann: In acht Spielen hat er 28 Treffer, davon acht vom Siebenmeterpunkt, erzielt und führt damit die interne Torschützenliste als klarer Topscorer an. Rückraum Mitte Birger Dittmer organisiert das Spiel nach vorne und bildet gemeinsam mit Rückraum Links Akteur Len Johannmeyer und seinem Bruder, Rückraum Rechts, Fynn Johannmeyer das spieltragende Gerüst im Rückraum. Kreisläufer Lucius Heß mit 17 Treffern und Malte Wolfram komplettieren eine Angriffsreihe, die die Hanauer Abwehr vor allem über körperliche Duelle lösen will. Nach dem Abgang von Dreh- und Angelpunkt Oliver Dasburg befinden sich die Gastgeber im Umbruch und sucht derzeit noch die Konstanz. Nach zwei Siegen gegen Nieder-Roden und Dormagen folgten in den letzten beiden Spielen gegen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II und die HSG Krefeld Niederrhein zwei Niederlagen. Gegen die HSG Hanau wollen sie zudem ihren ersten Saisonheimsieg. „Jetzt gilt unser voller Fokus dem Spiel gegen Hanau. Dort wollen wir wieder ein anderes Gesicht im Angriff zeigen und möglichst die nächsten beiden Punkte holen.“, gab Co-Trainer Fabrice Voigt nach dem letzten Spiel zu Protokoll.
„Mit so einem Derbysieg im Rücken ist natürlich die Trainingswoche viel einfacher als die Wochen davor. Jetzt bereiten wir uns intensiv auf Opladen vor“, berichtete Lukas Böhm Anfang der Woche. Was das bedeutet, deutete Trainer Axel Spandau bereits an: „Wir müssen mit unserer Körperlichkeit in der Abwehr dagegenhalten.“ Die Abwehr muss die körperlichen Auseinandersetzungen annehmen, kompakt stehen, um den Platz für den Rückraum um Dittmer, Wolfram und die Johannmeyer-Brüder einzuengen. Aus einer stabilen Deckung heraus soll das Tempospiel entstehen: frühe zweite Wellen, schnelle Entscheidungen im Abschluss, bevor sich die Opladenern im Sechs-gegen-Sechs sortiert hat. Vorne soll mit hohem Tempo und gutem Eins-gegen-Eins Verhalten die robuste 6:0-Deckung bespielt werden.
„Das wird wieder eine sehr, sehr schwierige Aufgabe für uns, wo wir auf jeden Fall zwei Punkte holen wollen“, schaut Lukas Böhm optimistisch auf Samstag. Trainer Spandau pflichtet ihm bei: „Es ist die nächste Hürde für uns zum Ausbau unserer Serie.“
Die Mannschaft um Böhm, Schöber und Co. freut sich über zahlreiche Unterstützung in Leverkusen. Das der Blaue Block zum achten Mann werden kann, haben sie beim Derbysieg gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gezeigt, als die lautstarke Unterstützung die Jungs durch die schwierigen Phasen des Spiels getragen hat.
Quelle: HSG Hanau

