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Studebaker will Stadtpolizei auch abends stärker präsent sehen

Bürgermeisterkandidat setzt auf angepasste Einsatzzeiten, mehr Präsenz in den Stadtteilen und verstärkte Kontrollen bei gefährlichem Verhalten von Rollerfahrern

Nidderau, 16. Oktober 2026

Sicherheit und Ordnung dürfen nicht an den üblichen Bürozeiten enden. Bürgermeisterkandidat Phil Studebaker möchte deshalb die Einsatzzeiten der Nidderauer Stadtpolizei überprüfen und künftig stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausrichten.

Dabei geht es ihm insbesondere um die Abendstunden, die Wochenenden und um konkrete Probleme, die Menschen im Alltag beschäftigen. Dazu zählt auch das Verhalten einzelner Rollerfahrer, insbesondere im Zusammenhang mit E-Scootern.

„Ich möchte, dass unsere Stadtpolizei dann sichtbar und ansprechbar ist, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Nicht allein die Uhrzeit soll den Einsatz bestimmen, sondern der Bedarf in unserer Stadt“, erklärt Studebaker.

Erfahrungen aus Maintal, Hanau und Gelnhausen einbeziehen

Studebaker hat sich nach eigenen Angaben bereits mit Stadtpolizisten aus anderen Kommunen, darunter Maintal, Hanau und Gelnhausen, ausgetauscht, um Erfahrungen aus der täglichen Praxis kennenzulernen.

„Mir ist wichtig, nicht nur vom Schreibtisch aus über Veränderungen zu sprechen. Ich möchte von den Menschen erfahren, die täglich auf der Straße unterwegs sind, welche Maßnahmen funktionieren, wo Probleme entstehen und wie eine Stadtpolizei sinnvoll eingesetzt werden kann.“

Ein aktueller Bericht des Hanauer Anzeigers über die Stadtpolizei in Maintal zeigt, wie dort Abend- und Wochenenddienste organisiert werden. Seit 2021 ist die Maintaler Stadtpolizei auch außerhalb der üblichen Rathauszeiten unterwegs. Die Einsatzkräfte kontrollieren unter anderem öffentliche Plätze, Bahnhofsbereiche und bekannte Treffpunkte.

„Wir müssen nicht alles neu erfinden. Wir können von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen und daraus ein Modell entwickeln, das zu Nidderau passt.“

Probleme mit Rollerfahrern gezielt angehen

Ein weiteres Thema, das Studebaker ausdrücklich aufgreifen möchte, sind gefährliche Situationen im Zusammenhang mit Rollerfahrern und E-Scootern.

Dabei geht es insbesondere um zu schnelles oder rücksichtsloses Fahren, die Gefährdung von Fußgängern sowie mögliche Verstöße gegen geltende Verkehrsregeln.

„Mir geht es nicht darum, Rollerfahrer pauschal zu kritisieren. Viele verhalten sich vollkommen korrekt. Aber dort, wo durch rücksichtsloses Verhalten andere Menschen gefährdet werden, dürfen wir nicht einfach wegsehen.“

Studebaker möchte deshalb prüfen lassen, an welchen Orten entsprechende Beschwerden oder konkrete Gefährdungen auftreten und welche Maßnahmen innerhalb der gesetzlichen Zuständigkeiten der Stadtpolizei möglich sind.

Dazu gehören gezielte Kontrollen, präventive Ansprache und bei Bedarf die Zusammenarbeit mit der Landespolizei.

„Gerade Kinder, ältere Menschen und Fußgänger müssen sich sicher bewegen können. Wer mit einem Roller oder E-Scooter unterwegs ist, trägt genauso Verantwortung für andere Verkehrsteilnehmer wie jeder Autofahrer.“

Mehr Präsenz am Abend und an Wochenenden

Neben der Verkehrsüberwachung möchte Studebaker die Präsenz an Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen, Spiel- und Freizeitanlagen sowie an wiederholt auffälligen Treffpunkten stärker berücksichtigen.

Dafür sollen zunächst die bisherigen Einsatzzeiten, das tatsächliche Einsatzaufkommen und die personellen Möglichkeiten ausgewertet werden.

Auf dieser Grundlage will er prüfen, wie regelmäßige Abenddienste und eine stärkere Präsenz an Wochenenden umgesetzt werden können.

Die gesetzlichen Arbeitszeitregelungen, Beteiligungsrechte der Personalvertretung sowie die finanzielle Situation der Stadt müssen dabei berücksichtigt werden.

„Wir haben eine angespannte Haushaltslage. Deshalb möchte ich zuerst prüfen, wie wir vorhandene Ressourcen besser einsetzen können. Es geht mir nicht darum, vorschnell zusätzliche Stellen zu versprechen, sondern die bestehenden Möglichkeiten sinnvoll zu nutzen.“

Stadtpolizei soll Ansprechpartner sein, nicht nur kontrollieren

Studebaker sieht die Aufgabe der Stadtpolizei nicht allein darin, Verstöße festzustellen und Verwarnungen auszusprechen.

„Unsere gute Stadtpolizei soll noch besser ansprechbar sein, Konflikte frühzeitig erkennen und durch ihre Präsenz dazu beitragen, dass Probleme möglichst gar nicht erst entstehen. Wo Regeln missachtet und andere gefährdet werden, muss sie im Rahmen ihrer Befugnisse aber auch konsequent handeln.“

Entscheidend sei dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Stadtpolizei, Landespolizei und den Bürgerinnen und Bürgern.

Alle fünf Stadtteile im Blick

Für Studebaker ist die geplante Überprüfung der Einsatzorganisation Teil seines Anspruchs an eine bürgernahe und funktionierende Stadtverwaltung.

„Ob in Eichen, Erbstadt, Heldenbergen, Ostheim oder Windecken: Sicherheit und Lebensqualität sind überall wichtig. Ich möchte wissen, wo Probleme bestehen, den Menschen zuhören und anschließend gemeinsam mit den zuständigen Fachleuten Lösungen entwickeln.“

Nach einem möglichen Amtsantritt will Studebaker deshalb eine Bestandsaufnahme der bestehenden Einsatzorganisation veranlassen und darauf aufbauend konkrete Verbesserungen erarbeiten.

„Ich verspreche nicht, dass es künftig keine Probleme mehr geben wird. Aber ich verspreche, dass ich dort Veränderungen anstoße, wo sie notwendig und umsetzbar sind.“

„Der zuhört. Anpackt. Umsetzt.“

Quelle: Redaktion MKK Echo

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