Museumsmitarbeiterin Erika Kaiser in den Ruhestand verabschiedet – Mehr Zeit für Reisen und die Enkel
Sie hat ab sofort viel Zeit für ihre große Leidenschaft, das Reisen. Und doch bleibt eine Lücke. „Ich werde euch vermissen – sicher schon gleich morgen. Ihr seid für mich wie eine Familie gewesen, die mich adoptiert hat“, sagte Erika Kaiser über ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Stadtverwaltung Gelnhausen, in deren Diensten sie 30 Jahre lang gestanden hat. Kürzlich verabschiedete sich die 66-jährige Gelnhäuserin in den (Un-) Ruhestand.
Bürgermeister Christian Litzinger sprach Erika Kaiser, die seit 2015 alleinige Mitarbeiterin und somit die „gute Seele“ des städtischen Museums war, in einer kleinen Feierstunde im Rathaus seinen Dank für die Treue zur Stadtverwaltung Gelnhausen aus. „Erika Kaiser hat unser Museum über viele Jahre wesentlich mitgeprägt. Mit ihrer souveränen und herzlichen Art hat sie unseren Gästen stets das Gefühl gegeben, willkommen zu sein, und war immer eine verlässliche Ansprechpartnerin.“ Für den Ruhestand wünschte er ihr alles erdenklich Gute. „Ich bin mir sicher, dass Ihnen nicht langweilig wird. Sie haben noch vieles vor, was erlebt werden will.“
„Du wirst uns fehlen“, brachte es Simone Grünewald, als Abteilungsleitung Kultur, Tourismus und Medien auch für das Museum verantwortlich, auf den Punkt. Sie hob Erika Kaisers Verantwortungsbewusstsein und ihre Zuverlässigkeit hervor und wusste auch einige Anekdoten über vergessene Schlüssel, versehentlich eingesperrte Mitarbeiter und die „wilden“ Anfangszeiten der Erlebnisführungen vor 30 Jahren zu erzählen. Ein großes Thema der kleinen Feierstunde war die Reiselust der frisch gebackenen Rentnerin. Seit einigen Jahren reist sie mit einer ehemaligen Kollegin durch die Welt, als nächstes Ziel haben die beiden Frauen die USA auserkoren. Begeistert berichtete Erika Kaiser von vielen Blumen, Glückwunschkarten und Reisegutscheinen, die sie zum Abschied von den Kolleginnen und Kollegen erhalten hatte und freute sich sehr über diese Wertschätzung. Von Bürgermeister Litzinger gab es das traditionelle Abschiedsgeschenk: die Gelnhausen-Kolter. Viel Zeit zum Einkuscheln wird Erika Kaiser bei ihrer großen Reiselust nicht bleiben – zumal sich auch zwei Enkelkinder auf mehr Zeit mit der „Oma“ freuen.
Für den unermüdlichen Einsatz über drei Jahrzehnte hinweg dankte auch Ira Köhler-Sandner vom Personalrat. „Sie hinterlassen eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist.“
Nach dem Abitur am Beruflichen Gymnasium absolvierte Erika Kaiser zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau und zog anschließend ihre beiden Kinder groß. Im November 1996 stieg sie als Erziehungsurlaubsvertretung im Standesamt der Stadt Gelnhausen wieder ins Berufsleben ein. Ab 1997 arbeitete sie zusätzlich an drei Nachmittagen an der Infothek im Rathausfoyer. 1999 wurde sie in ein festes Arbeitsverhältnis bei der Stadt Gelnhausen übernommen und arbeitete im Standesamt, an der Infothek und in der Tourist-Information. Ab 2003 wurde sie ausschließlich in der Tourist-Information eingesetzt und erlebte dort aktiv die Anfangszeiten der Erlebnisführungen mit. Nach dem Umzug der Tourist-Information ins ehemalige Niessner-Haus 2015 war sie bis zum Eintritt in den Ruhestand alleinige Mitarbeiterin des Museums, kümmerte sich um Empfang und Kasse und betreute die Gäste.
Quelle: Stadt Gelnhausen

