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Hanau gestaltet auch den Wirtschaftsstandort miteinander

Immobilien-Messe Expo Real in München / Oberbürgermeister Dr. Bieri bei drei Podiumsdiskussionen

„Wir haben es als Kommune in der Hand, den Herausforderungen an unseren Wirtschaftsstandort gemeinsam zu begegnen. Wir sind davon überzeugt, dass wir im Miteinander mit den Hanauer Unternehmen durch vorausschauendes Handeln und abgestimmte wirtschaftspolitische Strategien die Rahmenbedingungen für die weitere erfolgreiche Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes schaffen können”, sagt Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri nach seiner Expo Real-Teilnahme.

Im Fokus der Messe, dem größten Treff der Immobilien-Branche mit mehr als 42.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in München, stehen Wissenstransfer und persönlicher Austausch. Konkret wurde es am ersten der drei Messetage, Montagmittag am Stand der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Hier unterzeichneten die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Hanau eine Absichtserklärung (Letter of Intent), starteten gemeinsam mit dem Netzwerk „Circle – der Ort für zirkuläres Bauen“ die „Initiative Kreislaufwirtschaft FrankfurtRheinMain“. Ziel ist es, die Region neben Hamburg zur Modellregion für Kreislaufwirtschaft und zunächst insbesondere für zirkuläres Bauen und nachhaltige Immobilienentwicklung zu machen. Die hohe Siedlungs- und Wirtschaftsdichte sowie die kurzen Wege zwischen Industrie, Forschung und Verbrauchern bieten dafür gute Voraussetzungen. Die Initiative soll Unternehmen bei der Transformation unterstützen, Innovation und Wertschöpfung fördern und den Wirtschaftsstandort resilient und zukunftsfähig machen. Später soll die Kreislaufwirtschaft auf weitere Branchen ausgeweitet werden. Der Erfolg müsse sich an konkreten Projekten und funktionierenden regionalen Stoffkreisläufen messen, so Oberbürgermeister Dr. Bieri: „Hanau ist ein starker Industrie- und Materialtechnikstandort. Viele Unternehmen gewinnen seit Jahrzehnten wertvolle Rohstoffe zurück, entwickeln neue Materialien und arbeiten an Recycling, Ressourceneffizienz und nachhaltigen Produktionsverfahren.“ Bespielhaft nannte er Fraunhofer IWKS (Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie): Das Institut forscht in Hanau zu Wertstoffkreisläufen, Ressourceneffizienz und der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe.

Beim Podium „Zukunftsstandorte Rhein-Main“ positionierte Oberbürgermeister Dr. Bieri Hanau als Stadt, die wirtschaftlichen Wandel aktiv gestaltet. Er berichtete von den 340 Hektar Fläche, die seit dem Abzug der US-Armee 2008 „nicht einfach nur vermarktet, sondern gezielt auch zu neuen Wirtschaftsstandorten entwickelt wurden und werden“. Entscheidend sei, „früh zu klären, welche Nutzung langfristig zu einem Standort passt, und Eigentümer, Investoren und Verwaltung zusammenzubringen. An einen Tisch. Dabei gibt es keine Standardlösung: Flächen können für Industrie, Gewerbe, Forschung, Technologie oder digitale Infrastruktur geeignet sein. Konversion bedeutet nicht automatisch Wohnungsbau, sondern kann neue Investitionen, Unternehmen und Arbeitsplätze ermöglichen“, so Dr. Bieri.

Der Veranstaltungstitel „Digitale Souveränität braucht Rechenzentren: Wie schaffen wir Akzeptanz, Kapazitäten und Geschwindigkeit?“ war klug gewählt, die Diskussionsveranstaltung war eine der meistbesuchten dieser Expo. Das Panel fand im neugeschaffenen Bereich „InfrastructureNow“ statt, mit dem die Expo Real die zunehmende Verbindung von Immobilien und Infrastruktur aufgriff. Energie-, digitale und soziale Infrastruktur sowie Verteidigung waren die Themen. Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri führte in der Runde mit unter anderem Isabell Peter (DataCenter Schwarz Projektentwicklung) und Staatssekretär Dr. Nicolas Sölter aus dem Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation aus, dass Hanau sich bewusst für Rechenzentren entschieden habe, und zwar bereits auf Grundlage einer „2021 demokratisch beschlossenen Ansiedlungsstrategie. Als wirtschaftsstarke Stadt im Rhein-Main-Gebiet stellt Hanau damit den Standort breit auf und entwickelt auch schwierig nutzbare Flächen sinnvoll.“ So entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Atomhochbunkers das erste deutsche Google-Cloud-Rechenzentrum und aktuell baut auf dem ehemaligen US-Kasernengelände in Großauheim Data4 einen Rechenzentrums-Campus.

Entscheidend sei, dass jede Kommune individuell prüfe, wo Rechenzentren einen Nutzen stiften und städtebaulich sinnvoll seien. Dabei müssten Kommunen frühzeitig eingebunden werden. Hanau habe mit seiner gut aufgestellten Verwaltung und internen sowie externen, hoch spezialisierten Beraterinnen und Beratern die notwendige fachliche Expertise geschaffen, um Investoren auf Augenhöhe zu begegnen. „Es gibt gute und sehr gute Partner, hüte dich vor den guten. Nehmen Sie sich Zeit, den richtigen Partner zu finden für eine langfristige Strategie“, so Dr. Bieri.

Wirtschaftliches Bauen und Sanieren

Mirja Dorny, Geschäftsführerin der Baugesellschaft Hanau GmbH, nutzte die Expo Real vor allem zum fachlichen Austausch über die aktuellen Herausforderungen der Wohnungswirtschaft. Im Mittelpunkt standen wirtschaftliches Bauen und Modernisieren, bezahlbare Mieten, geeignete Finanzierungs- und Fördermodelle sowie konkrete Ansätze für serielles Sanieren, das etwa für ein Hochhaus in der Karlsbader Straße geplant ist. Weitere Themen waren die Gebäude-Performance und CO₂-Einsparung, die Digitalisierung, beispielsweise bei Schließsystemen, sowie neue Lösungen im Facility Management. „Die Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft sind anspruchsvoller denn je. Umso wichtiger sind der Austausch innerhalb der Branche und der Blick auf neue Ansätze. Die Expo Real bringt dafür die relevanten Personen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Für uns ist entscheidend, daraus konkrete Impulse für unsere Arbeit mitzunehmen – für die langfristige Sicherung bezahlbaren und qualitätvollen Wohnraums in Hanau“, sagt Mirja Dorny.

Dass Hanau dank der Konversions- und Stadtentwicklungs-Erfolge weiterhin im Gespräch ist, hat Daniel Freimuth, Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH (HMG) beobachtet: „Vor dem Hintergrund der neuerlichen Kaufhof-Insolvenz bleibt auch der Stadthof Hanau ein relevantes Thema, das zu vielen Gesprächen über mögliche Nutzungen führte. Die Expo Real ist der Branchentreff, die Leitmesse für Immobilien und Projektentwicklung, hier hat man die Möglichkeit, neue Menschen und Positionen kennenzulernen.“

Matthias Mainka, Prokurist der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH (HWG): „Der Gewerbemarkt im Rhein-Main-Gebiet ist geprägt von einem akuten Flächenmangel bei anhaltend hoher Nachfrage; untermauert durch stetig steigende Spitzenmieten für Logistik- und Produktionsflächen. Die Messe zeigt einmal mehr, dass wir in Hanau marktgerecht reagiert haben und beispielsweise die Entwicklung des ehemaligen Schwab-Areals für dringend benötigte Flächen-Potenziale sorgen wird.“ Im Fazit fasst HWG-Geschäftsführer Andreas Kunz zusammen: „Die Expo Real war kompakter und fokussierter als in den Boomjahren. Das hohe Zinsniveau bremst den Immobilienmarkt spürbar. Wir hatten gleichwohl gute Gespräche am Stand, obwohl wir nicht jedes Anliegen mit der Wunschfläche unterlegen konnten. Dienstleistungen rund um Flächen nehmen zu, das Interesse am Standort Hanau ist vorhanden. Durch die guten Panels, die Oberbürgermeister Dr. Bieri besucht hat, haben wir den Namen der Stadt Hanau in die Welt getragen.“

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn

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hanau, expo real 2026 © stadt hanau hanau, expo real 2026 messe expo real in münchen: die städte frankfurt, wiesbaden, offenbach und hanau unterzeichnen eine absichtserklärung (letter of intent), starteten gemeinsam mit dem netzwerk „circle – der ort für zirkuläres bauen" die „initiative kreislaufwirtschaft frankfurtrheinmain".

Quelle: Stadt Hanau

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