Montag, Oktober 5, 2026
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Zweiräder im Fokus: Verkehrsspezialistenahndeten zahlreiche Verstöße – Hanau

Im Rahmen mobiler und stationärer Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt auf
Zweirädern haben Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte am Donnerstag, zwischen 10
und 16 Uhr, zahlreiche Verstöße festgestellt. Kontrolliert wurden unter anderem
Motorräder, E-Scooter und weitere Verkehrsteilnehmende. Die Maßnahmen begannen
im Bereich der Aschaffenburger Straße und erstreckten sich im weiteren Verlauf
auch auf das Hanauer Stadtgebiet.

Während der mehrstündigen Kontrollen wurden unter anderem drei Verstöße gegen
das Pflichtversicherungsgesetz, zwei Fälle des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie
ein Fall des Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Darüber
hinaus wurden ein Geschwindigkeitsverstoß, ein Rotlichtverstoß, ein Verstoß
gegen die Gurtpflicht sowie die unerlaubte Nutzung eines Mobiltelefons während
der Fahrt geahndet. Bei zwei Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt und
entsprechende Mängelkarten ausgestellt. In einem weiteren Fall wurde die
Weiterfahrt eines Autos aufgrund erheblicher Schäden im Bereich der
Fahrzeugfront untersagt.

Zudem wurden zwei Personen festgestellt, die mit einem E-Scooter unterwegs
waren, obwohl sie das erforderliche Mindestalter von 14 Jahren noch nicht
erreicht hatten.

Letztlich wurden insgesamt acht Leichtkrafträder (unter 125 ccm), 28 Krafträder
(über 125 ccm), 33 E-Scooter, zwei E-Bikes sowie ein Lastkraftwagen und 31 Autos
kontrolliert.

Beleidigung und Versuch der Bestechung

Für einen Verkehrsteilnehmer endete die Kontrolle mit zwei Strafanzeigen. Auf
der Anfahrt zur Kontrollstelle habe der Mann die Besatzung eines zivilen
Polizeifahrzeugs, die er wohl nicht als Polizeibeamte erkannt hatte, beleidigt.

Bei der anschließenden Kontrolle habe der Autofahrer den Beamten sodann
wiederholt Bargeld angeboten, sofern diese von einer Anzeige wegen des Verdachts
der Beleidigung absehen würden. Gegen den Verdächtigen wurde daraufhin zudem ein
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Versuchs der Bestechung
eingeleitet.

Getunter E-Scooter deutlich zu schnell unterwegs

Einer Zivilstreife fiel außerdem ein E-Scooter auf, der mit einer
Geschwindigkeit von rund 45 Stundenkilometern und somit deutlich zu schnell
unterwegs war. Bei der Überprüfung gab der Fahrer an, die Geschwindigkeit des
E-Scooters durch eine Veränderung der Software erhöht zu haben. Die Weiterfahrt
wurde zunächst untersagt.

65 Stundenkilometer zu schnell auf der Bundesstraße 448 unterwegs

Im Anschluss an die Kontrollmaßnahmen wurde auf der Bundesstraße 448 ein
54-jähriger Autofahrer durch ein Zivilfahrzeug mit verbauter Messtechnik mit
einer Geschwindigkeit von 145 Stundenkilometern bei einer zulässigen
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h festgestellt.

Bei der Begutachtung ergab sich zudem der Verdacht, dass die am Fahrzeug
angebrachten Kennzeichenschilder verfälscht beziehungsweise nicht ordnungsgemäß
angebracht waren. Auch hierzu wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Verkehrskontrollen
insbesondere dazu dienen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Verstöße
konsequent zu verfolgen. Gerade bei Zweirädern können überhöhte
Geschwindigkeiten oder technische Veränderungen erhebliche Gefahren für alle
Verkehrsteilnehmenden darstellen.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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