Jetzt Petition unterzeichnen und teilen!
Die Initiative Sicherer Schulweg Gelnhausen ruft Eltern und die gesamt Bürgerschaft in Hailer und Meerholz dringend dazu auf, die aktuelle Online-Petition für sichere Schulwege zu unterzeichnen und weiterzuverbreiten. Ziel ist es, durch die Einrichtung von Tempo-30 und konkreten Schutzmaßnahmen die Sicherheit der Kinder auf ihrem Weg zur Schule zu erhöhen – besonders in den stark frequentierten Bereichen rund um die Ysenburgschule.
Gefahr im Schulverkehr: Handlungsbedarf ist dringend
„Täglich erleben wir vor den Schulen in Gelnhausen, wie Elterntaxis den Verkehr verstopfen und Kinder durch unübersichtliche Situationen gefährdet werden“, warnt Sabrina Armbrust von der Initiative. „In Hailer und Meerholz fehlen bis heute wirksame Maßnahmen, um die Schulwege zu sichern. Die Petition ist ein wichtiger Schritt, um auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen und konkrete Lösungen vorzuschlagen.“ Sichere Wege helfen generell der Alltagsmobilität – je mehr Kinder (und Erwachsene) sicher zu Hobbies und Freunden unterwegs sein können, desto besser werde auch die Hauptstraße entlastet. Die Einrichtung von Tempo 30 steigere zudem die Lebensqualität in Hailer und Meerholz durch die reduzierten Geschwindigkeiten. „Weniger Lärm, weniger Luftschadstoffe und ein besser fließender Verkehr sind positive Nebeneffekte unserer zentralen Forderung.“
Schulmobilitätspläne: Fortschritt in Gefahr?
Die Stadt Gelnhausen arbeitet gemeinsam mit der IVM Rhein-Main und dem Fachbüro LK Argus an integrierten Schulmobilitätsplänen für die vier Gelnhäuser Schulen im Stadtzentrum. Für die Ysenburgschule war die Erstellung eines solchen Plans für 2027 vorgesehen. Doch nun droht ein Rückschlag: Das Land Hessen hat angekündigt die Kostenübernahme für diese Pläne zu streichen – obwohl die Erarbeitung der Konzepte bisher durch das Land finanziert wurde und die Nachfrage groß ist. „Die Schulmobilitätspläne sind ein zentraler Baustein für sichere Schulwege und die eigenständige Mobilität der Kinder“, erklärt Julia Hofmann von der Initiative. „Doch ohne landesweite Förderung stehen ihre Umsetzung und damit die Sicherheit unserer Kinder auf dem Spiel.“
Eltern und Bürgerschaft gefragt: Jetzt handeln!
Die Petition unter http://www.openpetition.org/zwmqn richtet sich an die Stadt Gelnhausen, den Main-Kinzig-Kreis und Hessen Mobil. „Jede Unterschrift zählt“, betont Hofmann. „Die Umsetzung erster Maßnahmen muss zeitnah geschehen, denn die Problematik besteht schon seit Jahren. Die Lösungen, welche ein Verkehrsplanungsbüro fundiert in einem Gesamtkonzept erarbeitet, beinhalten beispielsweise Verbesserungsvorschläge für gefährliche Kreuzungen und Straßensituationen. Da die Förderung dieser umfassenden Schulmobilitätspläne voraussichtlich eingespart wird, haben wir drei Sofortmaßnahmen ausgearbeitet, die kurzfristig die Sicherheit erhöhen sollen. Mit der Petition möchten wir diese ersten Maßnahmen gemeinsam vorantreiben und sicherstellen, dass die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden. Daher laden wir alle Eltern und Bürger ein, sich mit Ihrer Stimme an der Petition zu beteiligen.“
Gehör und Unterstützung erhält die Initiative auch durch den Ortsbeirat Hailer, der neben der Ortsbegehung am 20.07. auch in der nachfolgenden Ortsbeiratssitzung das Thema Schulwege behandelte. Zur Einrichtung von Tempo 30 auf der Gelnhäuser Straße, gab es bereits einen Antrag aus 2024 an die Stadtverordnetenversammlung, hieß es auf der Ortsbeiratssitzung. „Es muss eine neue Straßenverkehrsschau durch Hessen mobil erfolgen, unter Berücksichtigung der aktuellen Straßenverkehrsordnung, denn laut dieser soll eine solche Verkehrsberuhigung im Bereich von Schulen und Kindertagesstätten deutlich einfacher umsetzbar sein“, argumentiert Julia Hofmann.
Hintergrund: Langjähriges Engagement für sichere Schulwege
Die Initiative Sicherer Schulweg Gelnhausen setzt sich seit über drei Jahren für die Verbesserung der Schulwegsicherheit in allen Stadtteilen ein. Die Elterninitiative hatte bereits 2023 an der Ysenburgschule die Installation von Elterntaxi-Haltestellen initiiert – ein Beispiel für praktische Lösungen, die aus der Bürgerschaft kommen. Zudem wurden Lagepläne und Handlungsempfehlungen erarbeitet und auf der Schulwebsite zum Download zur Verfügung gestellt, damit diese Hol- und Bringzonen auch zu Schuljahresbeginn wieder bei den neuen Familien beworben werden können. Die aktuelle Petition knüpft an diese Forderungen und Umsetzungen an und unterstreicht die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen. „Wichtig ist vor allem eine ganzheitliche Betrachtung, denn ansonsten verlagern wir das Problem nur an andere Stelle. Wir konnten erreichen, dass weniger PKWs in den Konrad-Schneider-Weg einfahren. Doch braucht es auch in der Gustavstraße, der Goethestraße und im Kleinbahnweg eine geregelte Verkehrsführung, damit es dort nicht zum Chaos kommt,“ erklärt die Initiative.
In Hailer und Meerholz hat die Initiative gestartet, doch die geforderten Verbesserungen sollen nicht nur rund um die Ysenburgschule erfolgen – perspektivisch sollen diese Lösungen auf alle Schulen in Gelnhausen übertragen werden – Hailer ist nur ein erster Schritt auf dem Weg zum Ziel.


Quelle: Initiative Sicherer Schulweg Gelnhausen

