Gemeinschaftlicher Arbeitseinsatz auf dem Wiesengrundstück der Hochstädter Kita Ahornweg
Kraftvoll dringt die Erdgabel in den trockenen Boden ein, um die Erde aufzulockern. Emsige Elternhände reißen das Unkraut aus dem Beet. Denn hier sollen wieder Kartoffeln angepflanzt werden. Dazu braucht es Handarbeit – ebenso wie am überdachten Freisitz, wo krachend die Wellplatten zu Boden rutschen. Arbeitseinsatz in der Hochstädter Kita Ahornweg. An zwei Tagen packen Eltern auf dem Wiesengrundstück mit an.
Seit 2021 nutzt die städtische Kita die knapp 2.000 Quadratmeter große gepachtete Wiese als zusätzliche Außenfläche. Für das nachhaltige Konzept der Einrichtung ein Glücksgriff. Denn hier bauen die Erzieher*innen mit den Kindern Kräuter, Obst – oder eben demnächst wieder Kartoffeln an. Zudem ist das Grundstück ein zusätzlicher naturnaher Spiel- und Bewegungsort.
Doch die Pflege des Areals ist aufwändig. Deshalb ist Kita-Leiterin Simone Hahn-Beck dankbar für das Engagement der Eltern, die an zwei Nachmittagen mit Spaten, Grabschippe und Akkuschrauber in den Ahornweg kommen, um gemeinsam mit Hausmeister Dominik Stransky tatkräftig anzupacken. Denn zu tun gibt es viel: Die Hochbeete sollen instandgesetzt, Sitzmöglichkeiten und Pfosten für die Sonnensegel stabil verankert, die Insektenhotels versetzt und zahlreiche Holzelemente erneuert und lasiert werden. Der überdachte Freisitz erhält ein neues Dach – diesmal nicht aus Kunststoff, der schnell spröde wird. „Schließlich sind wir als nachhaltige Kita zertifiziert“, fügt Hahn-Beck an, als sie den Eltern die Aufgaben vorstellt, die anstehen.
Dazu zählt auch das Umgraben eines Beetes, um wieder Kartoffeln anzupflanzen. Die sind hier offensichtlich schon mal gewachsen, denn hin und wieder liegt eine winzige Knolle zwischen den Erdschollen. Die sammeln die Kinder emsig auf – genauso wie verschiedene Käfer und Würmchen, die sie interessiert betrachten. Auch an anderer Stelle packen die jüngsten Helfer*innen geschickt an. Sie lösen Schrauben, klopfen Pfähle fest oder tragen eine Schutzlasur auf die Holzelemente auf, damit diese nicht so witterungsanfällig sind. Denn Sonne, Wind und Regen haben in den vergangenen Jahren kräftig an Holzlatten, Paletten und Hochbeeten genagt.
„Wir sind sehr dankbar, dass die Eltern uns so engagiert unterstützen. Denn parallel zum pädagogischen Alltag lassen sich diese zusätzlichen Aufgaben kaum bewältigen“, sagt Hahn-Beck. Dabei ist die Einrichtung demnächst auf die Erweiterungsfläche ganz besonders angewiesen. Denn das unmittelbar ans Gebäude angrenzende Außengelände der Hochstädter Kita soll neugestaltet werden. Während der Bauphase wird es gesperrt sein. Daher ist es dem Team wichtig, den Kindern eine alternative Spielfläche im Außenbereich anbieten zu können. Dass sich hier dann nicht nur viel erleben, sondern bald auch wieder ernten lässt, dazu tragen viele fleißige Hände bei.
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Quelle: Stadt Maintal

