MKK-Echo

Tarifanpassung aufgrund von Energiepreisen und Inflation

Hanau

Die Eintrittspreise in den städtischen Bädern steigen um zehn Prozent

Die Preise für die Hanauer Schwimmbäder werden turnusmäßig alle zwei Jahre angepasst. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hanau Bäder GmbH fällt die Tarifanpassung 2024 dabei höher aus als sonst üblich. Während sich der Eintrittspreis in den vergangenen Anpassungsrunden stets um fünf Prozent erhöhte, steigt dieser ab sofort um zehn Prozent. Grund hierfür sind die deutlich gestiegenen Kosten im Bereich Energie und Personal. Auch die allgemeine Inflationsrate hat ihren Teil zu dieser einmalig höher ausfallenden Preissteigerung beigetragen.

Ab sofort gelten für die städtischen Bäder die folgenden Preise:

 

Einzeltarif

Erwachsene: 5,20 Euro (vormals 4,70 Euro)

Ermäßigt: 3 Euro (vormals 2,70 Euro)

 

Früh- und Abendtarif

Erwachsene: 3,90 Euro (vormals 2,90 Euro)

Ermäßigt: 1,90 Euro (vormals 1,45 Euro)

 

Familientarif

1x Erwachsener, 1x ermäßigt: 7,70 Euro (vormals 7 Euro)

2x Erwachsene, 2x ermäßigt: 14,30 Euro (vormals 13 Euro)

Jede weitere ermäßigte Eintrittskarte: 1,35 Euro (vormals 1,25 Euro)

 

Trotz der aktuellen Preiserhöhung ruft die Stadt Hanau auch weiterhin einen vergleichsweise kostengünstigen Eintrittspreis auf. Diverse hinsichtlich Größe und Angebot vergleichbare Bäder in der Region (darunter etwa das Monte Mare, das Nidderbad oder das Seedammbad) verlangten höhere Eintrittspreise.

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat wurde überdies entschieden, keine Preiserhöhung für all diejenigen aufzusetzen, die über einen Hanau Pass oder einen Schwerbehindertenausweis verfügen. „Wir möchten damit sicherstellen, dass sich der Zugang zu den städtischen Bädern für körperlich Eingeschränkte oder aber finanziell benachteiligte Menschen und Familien nicht weiter erschwert“, erklärt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri diese Entscheidung.

Die erhöhten Eintrittspreise decken indessen nicht die Kosten, die für den Bäderbetrieb entstehen. Zwar hat sich nach der Corona-Pandemie die Zahl der Besucherinnen und Besucher wieder auf einem höheren Niveau stabilisiert. Dennoch ist der Betrieb der Bäder – wie auch in anderen Kommunen – ein deutliches Zuschussgeschäft.

Für das Jahr 2023 wurden rund eine Million Euro an Eintrittsgeldern eingenommen. Dem gegenüber steht jedoch ein hoher Kostenaufwand. Unter Berücksichtigung aller Kosten muss die Unternehmung Stadt Hanau den Bäderbetrieb mit knapp vier Millionen Euro jährlich bezuschussen. „Dabei handelt es sich um Kosten, die wir auf Basis von politischen Beschlüssen bewusst tragen. Wir sehen unsere Schwimmbäder als wichtigen Teil der Daseinsvorsorge für alle Hanauerinnen und Hanauer. Entsprechend haben wir sowohl in das Lindenau-Bad als auch das Heinrich-Fischer-Bad kräftig investiert. So stellen wir sicher, dass beide Standorte zukunftssicher sind und noch lange von den Menschen in unserer Stadt sowie den Schulen und Vereinen genutzt werden können“, so der Bürgermeister. Wichtige Aspekte seien neben einer attraktiven Freizeitgestaltung insbesondere Fragen der Gesundheitsprävention sowie Angebote für eine solide Schwimmausbildung für Kinder.

Quelle: Stadt Hanau

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