MKK-Echo

Hochmodernes Veranstaltungsgebäude mitten im Ort 

1,2 Millionen Euro: Höchstfördersumme der hessischen Dorfentwicklung geht an neues Dorfgemeinschaftshaus in Schlüchtern-Elm

 

Main-Kinzig-Kreis. – Die Höchstfördersumme der hessischen Dorfentwicklung in Höhe von 1,2 Millionen Euro fließt in den hochmodernen Neubau des Dorfgemeinschaftshauses im Schlüchterner Stadtteil Elm. „Das neue Dorfgemeinschaftshaus ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Die Menschen in Elm haben sich bei den Planungen sehr stark eingebracht, um festzulegen, welche Anforderungen das Gebäude überhaupt erfüllen soll. Wir haben es also mit einer maßgeschneiderten Planung zu tun – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Menschen vor Ort das Gebäude annehmen werden und es mit Leben füllen, egal, ob Vereine oder Privatpersonen“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei einem Termin im Schlüchterner Rathaus. Dort überreichte sie den Förderbescheid der hessischen Dorfentwicklung an Bürgermeister Matthias Möller, im Beisein Thomas Rau, Leiter der Liegenschaftsverwaltung, der das Projekt seitens der Stadt Schlüchtern betreut und Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung Ländlicher Raum des Main-Kinzig-Kreises, die das Projekt ebenfalls von Beginn an begleitet haben. Vor Ort waren auch die Schlüchterner Magistratsmitglieder Luise Meister, Jürgen Heil und Willi Staaf sowie Stefan Wagner vom Architekturbüro Trapp und Wagner und Stadtplaner Hartmut Kind vom Planungsbüro SP Plus, die das Projekt betreuen.

„Das neue Gebäude ist nicht nur wegen der großen Beteiligung der Bürgerschaft ein Vorzeigeprojekt, sondern auch, weil es über eine zukunftsweisende, nachhaltige Bauweise verfügt und vor allen Dingen auch multifunktional nutzbar ist. Es wird nicht nur den Menschen in Elm zur Verfügung stehen, sondern auch darüber hinaus Strahlkraft entwickeln, das ist ein wichtiger Grundgedanke“, stellte Susanne Simmler fest. Angesichts der großen Bürgerbeteiligung und des starken Interesses zahlreicher Vereine sei das Geld hier bestens angelegt. „Die Menschen in Elm haben bereits das alte Dorfgemeinschaftshaus mit viel Leben gefüllt und vor Jahrzehnten viel ehrenamtliches Engagement in den Bau gesteckt. Deshalb war klar, dass wir bei den Planungen von vornherein mit den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Vereinen und natürlich dem Ortsbeirat eng zusammenarbeiten wollen und müssen. Das hat allen Beteiligten viel Energie abverlangt, aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, erklärte Bürgermeister Matthias Möller. Er sprach von einem „Bürgerhaus der tausend Möglichkeiten“, denn das Gebäude wird sich ganz unterschiedlich nutzen lassen und über eine gänzlich neue Raumatmosphäre verfügen.

Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei 5,1 Millionen Euro. Das Bauvorhaben soll im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein. Architekt Stefan Wagner stellte die Pläne mittels einer 3D-Visualisierung vor. Geplant ist ein mit Holz verschaltes Gebäude komplett in Holzbauweise – das ermöglicht energetisch und ökologisch gesehen einen hohen Standard. Vorgesehen sind Regenwassernutzung, Photovoltaik und ein Gründach. Für den Sommer kann die Energie aus der Photovoltaikanlage dazu verwendet werden, das Wasser im Fußbodenkreislauf herunter zu kühlen. Das Gebäude ist eingeschossig geplant, was einen barrierefreien Zugang zu allen Veranstaltungsräumen ermöglicht. Im Außenbereich soll ein Musikpavillon entstehen – für Auftritte im Freien unabhängig vom Wetter. Die Terrasse wird in Richtung des Bachlaufs angelegt. Auch ein Zelt kann auf der Freifläche errichtet werden. Das Bürgerhaus bietet Platz für kleine und große Veranstaltungen, egal ob drinnen oder draußen. Die gut ausgestattete Küche wird auch Kochveranstaltungen ermöglichen. Neben Theke und Bühne ist ein modern gestalteter Dorftreff mit Bistro-Charakter angedacht, der zu vielfältigen Anlässen oder einfach nur so für gesellige Stunden geöffnet haben soll.

„Es ist toll zu sehen, wenn ein Projekt auf einer so breiten Basis steht und so vielfältige Ideen und Meinungen widerspiegelt. So gelingt es, Dörfer liebens- und lebenswert zu erhalten“, sagte Susanne Simmler. Sie wünschte dem Bauvorhaben gutes Gelingen. Für den Abriss des bestehenden Gebäudes kann die Stadt Schlüchtern auf einen weiteren Zuschuss der hessischen Dorfentwicklung in Höhe von 65.500 Euro zurückgreifen.

Quelle: Frank Walzer

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