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„Schieb den Gedanken nicht weg“

Ausstellung im Maintaler Rathaus sensibilisiert für Missbrauch von Kindern

 

Die Stadt Maintal beteiligt sich an einer bundesweiten Kampagne gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern. Im Januar und Februar sensibilisiert eine Ausstellung in Form eines begehbaren Kinderzimmers über mögliche Anzeichen von Kindesmissbrauch und zeigt Wege auf, wie Kindern geholfen werden kann.

Erschütternde Themen wie den sexuellen Missbrauch an Kindern blenden Menschen gern aus  und leugnen deren Existenz in ihrem näheren Umfeld. Doch betroffene Kinder benötigen dringend Erwachsene, die offen dafür sind, dass Missbrauch auch in ihrem Umfeld möglich ist. Die Kampagne „Schieb den Gedanken nicht weg“ will dafür sensibilisieren. „Nur Erwachsene, denen bewusst ist, dass Missbrauch auch in ihrem direkten Umfeld passieren kann, sind für Kinder potentielle Ansprechpersonen, wenn sie Hilfe suchen“, erläutert Annika Frohböse, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Maintal.

Erwachsene sollten aufmerksam sein, wenn sich das Verhalten von Kindern plötzlich verändert und Missbrauchsvorfälle als denkbare Ursache in Betracht ziehen. Natürlich ist nicht jede auffällige Verhaltensänderung auf Missbrauch zurückzuführen. “Wenn wir Missbrauch jedoch für möglich halten, wenn wir hinhören und hinsehen, können wir Kindern helfen. Denn alleine können sich Kinder aus ihrer Not nicht befreien, da es immer ein Machtgefälle zwischen dem Täter und dem kindlichen Opfer gibt“, ist auch Bürgermeisterin Monika Böttcher überzeugt. Deshalb ist in diesem Zusammenhang eine Schulung für die Beschäftigten der Verwaltung geplant, die das Thema vorstellt und für mögliche Anzeichen sensibilisiert.

„Betroffene Kinder benötigen aufmerksame Menschen aus ihrem unmittelbaren Umfeld. Pädagogisches Personal allein ist nicht genug. Alle Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollten wissen, welche Anzeichen für Missbrauch sprechen können. Denn statistisch gesehen sind in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder von sexuellem Missbrauch betroffen, egal welches Geschlecht sie haben“, sagt Nadine Chaudhuri von der Beratungsstelle Lawine.

Quelle: Stadt Maintal

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