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Neue Perspektiven für Kinder in Nordwest

Kathinka-Platzhoff-Stiftung eröffnet „MiTTENDRiN – im Regenbogenhaus“

 

Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung erweitert ihr erfolgreiches Betreuungskonzept und eröffnet mit Unterstützung der Stadt Hanau im Stadtteil Nordwest, in der Büdinger Straße, die zweite Einrichtung unter dem Namen „MiTTENDRiN – im Regenbogenhaus“. Das Quartier zwischen Fallbach, Altem Rückinger Weg und Bruchköbeler Landstraße, das zu den Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf zählt, erhält damit eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die aus prekären Lebenssituationen kommen.

Die neue Betreuungseinrichtung, die am 5. Februar 2024 den Betrieb aufnimmt, wird in einem von der Stadt Hanau kostenfrei überlassenen Gebäude untergebracht sein. Die Räumlichkeiten wurden mit einem Kostenaufwand von rund 16.000 Euro von der Stadt renoviert, und den Kindern steht ein weitläufiges Außengelände zur Verfügung. Die Einrichtung öffnet von montags bis freitags von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr und bietet Platz für 15 Kinder.

Die offizielle Schlüsselübergabe nutzte Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri dazu, darauf hinzuweisen, wie sehr die Stadt das Engagement der Kathinka-Platzhoff-Stiftung schätzt. „Die Stiftung setzt sich das Ziel, die Lebensumstände von Kindern in besonders herausfordernden Lebenssituationen zu verbessern und ermöglicht diesen neben Unterstützung bei schulischen Herausforderungen auch eine Anleitung zu sinnvoller Freizeitgestaltung.“ Da sei es selbstverständlich, dass die Stadt solche Konzepte wie „MiTTENDRiN – im Regenbogenhaus“ unterstütze, wo immer es in ihrer Macht stehe.

Derzeit finanziert sich die Betreuung in Nordwest ebenso wie das Mittendrin-Projekt im Freigericht-Viertel komplett durch die Kathinka-Platzhoff-Stiftung. Bieri versprach aber, dass man in Zukunft mit einem Betriebskostenzuschuss der Stadt rechnen dürfte, eine Nachricht, die Daniel von Hauff, Geschäftsführer der Stiftung, sehr freute.

„Künftig können wir auch in Nordwest Kindern aus schwierigen Familiensituationen Chancen eröffnen und deren Familien im Alltag unterstützen,“ so von Hauff weiter. Die Erfahrungen aus dem bereits bestehenden „MiTTENDRiN“ im Freigerichtviertel, wo mittlerweile 19 Kinder betreut werden, zeigen nach seinen Worten, dass die Einrichtung einen positiven Einfluss auf die gesamten Familienstrukturen haben kann.

Auch die Projektleiterin Anne Methner betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung: „Wir möchten, dass sich die Mädchen und Jungen in den Räumlichkeiten angenommen und zu Hause fühlen. Das gemeinsame Mittagessen nutzen wir zum Austausch und lassen den Vormittag Revue passieren. Der schönste Zeitpunkt, um ins Gespräch zu kommen und Beziehungen aufzubauen.“

Wie sie weiter ausführt, haben die Kinder dann die Möglichkeit, in Ruhe ihre Hausaufgaben anzufertigen, unterstützt durch pädagogische Fachkräfte. Für manche ist dies die erste Erfahrung mit einer positiven Lernumgebung. „Unser Ziel ist es, den Kindern zu helfen, ihre Misserfolge zu überwinden und ihre Stärken zu entdecken. Konstanten im Tagesablauf sind deshalb wichtig, um den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit zu gewährleisten.“ Neben einem festen Tagesablauf und zahlreichen Freizeitangeboten während der Schulzeit wird deshalb auch ein Ferienprogramm in schulfreien Zeiten angeboten.

Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung freut sich über die Unterstützung aus dem Stadtteil: „Das Projekt wurde in der Stadtteilkonferenz und in der Erich-Kästner-Grundschule vorgestellt. Zudem haben wir eine gute Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Fallbach. Durch diese Akteure bekamen wir die Grundschulkinder vermittelt, mit denen wir jetzt starten“, erklärt Anne Methner. Es sei jedoch geplant, im Verlaufe der nächsten Zeit auch älteren Kindern den Zugang zur Einrichtung zu ermöglichen.

Bei der Zusammensetzung des Teams habe man bewusst darauf geachtet, verschiedene Persönlichkeiten einzustellen. Wie die Projektleiterin weiter erläutert, erhofft man sich davon, den Kindern damit verschiedene Persönlichkeits- und Verhaltensstrukturen anzubieten, an denen sie sich orientieren und reiben können. Vorstellbar sei darüber hinaus, dass künftig auch ehrenamtliches Personal thematische Angebote anbietet. „Interessierte sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und die Einrichtung mit Ideen und ehrenamtlichem Engagement zu bereichern.“

Quelle: Stadt Hanau

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