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Gesperrte Auheimer Brücke: HSB baut Brückenersatzverkehr aus

„Steigende Fahrgastzahlen sind sehr erfreulich“

Seit Juli ist die Auheimer Brücke für den Fuß- und Radverkehr aus Sicherheitsgründen gesperrt. „Neben der Ertüchtigung von Fuß- und Radwegen haben wir rasch einen Brückenersatzverkehr mit unserer Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) ermöglicht, den wir nun ausbauen“, erklärt Stadträtin Isabelle Hemsley, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der HSB ist.

Die 1882 erbaute Mainbrücke verbindet die Stadtteile Großauheim und Klein-Auheim. Direkt nach der Sperrung organisierte die HSB den Brückenersatzverkehr mit dem On-Demand-Shuttle „mainer“ (Buchung über die App „RMV On-Demand 2.0“ oder telefonisch 06181 – 300 88 77). „Die Auslastung des Rufbusses steigt kontinuierlich, unser Angebot wird angenommen. Die steigenden Fahrgastzahlen sind sehr erfreulich“, berichtet Isabelle Hemsley. Als Beispiel führt sie die ersten drei Wochen im November an, bei denen 1.600 Fahrten durchgeführt worden sind. „Auch der Wert ‚Fahrgast pro Stunde‘ steigt“, so Corinna-Maria Schulte von der HSB.

Annährend zeitgleich mit der Veröffentlichung des zweiten Gutachtens, das die Sicherheitslücken der ersten Untersuchung bestätigte, fiel der Anbieterwechsel des On-Demand-Shuttle-Dienstes. Sechs der Angebote im Rhein-Main-Gebiet hatte seit dem 1. November „Via“ übernommen, darunter auch den Hanauer „mainer“, was Neuanmeldungen der Fahrgäste notwendig machte und macht. Ab dem 1. Dezember gilt der reguläre On-Demand-Tarif. Fahrgäste können mit EC-, beziehungsweise Giro-Karte, PayPal und Kreditkarte (ab 4. Dezember) zahlen.

Einfacher wird es nun für den Brückenersatzverkehr: „Wir hatten vor zwei Wochen versprochen, die Rabattzone auf ganz Klein-Auheim auszuweiten und weitere Anfahrtspunkte in Großauheim anzubieten – dies ist nun geschehen. Darüber hinaus müssen die Kundinnen und Kunden nicht mehr den ‚Brückenrabatt‘ bestellen, diesen bekommen sie ab sofort automatisch gewährt, da das System die Ein- und Ausstiegshaltestellen richtig zuordnen kann“, so die Verkehrsdezernentin. Für Fahrten zwischen den virtuellen Haltestellen wird ein Rabatt von 1,50 Euro pro Buchung gewährt. Bei einer Einzelbuchung kostet die Fahrt 1,80 Euro, wer bereits ein Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr hat und für Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren, ist die Fahrt kostenfrei. Mitfahrende zahlen den ermäßigten Preis von 1,50 Euro. Das ist weniger als eine vergleichbare Busfahrkarte (Einzelfahrt für Erwachsene 2,55 Euro) für einen deutlich höheren Komfort.

„Eine langfristige, belastbare und sichere Brücken-Lösung bleibt in unserem Fokus, daran arbeiten wir weiter. Bis dahin bieten wir Alternativen an, um den Menschen die notwendige Umleitung möglichst einfach zu gestalten“, so Isabelle Hemsley abschließend.

Quelle: Dominik Kuhn

 

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