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Jahresbericht 2022 der Stadtbibliothek Bruchköbel

Die Stadtbibliothek Bruchköbel zieht in ihrem Jahresbericht 2022 eine positive Bilanz: Sowohl die Zahl der Besucherinnen und Besucher als auch die Ausleihzahlen sind gestiegen. Die Befürchtung, dass die Menschen den Bibliotheken den Rücken kehren und dauerhaft ins Digitale abwandern, hat sich nicht bestätigt. Während der Pandemie waren für viele die digitalen Angebote eine Alternative, aber nun kommen die Besucherinnen und Besucher zurück. Insbesondere bei den Neuanmeldungen, die mit 554 erheblich über dem langjährigen Durchschnitt lagen, ist ein Nachholeffekt festzustellen. Die Besucherzahlen erholen sich langsamer, was unter anderem mit den im ersten Halbjahr 2022 noch geltenden Einschränkungen zusammenhängt, zum Beispiel der 3G-Regel oder der Maskenpflicht. 23.850 Besucher bedeuten gegenüber dem Vorjahr zwar eine Verdoppelung, sind allerdings noch ein Drittel weniger als
2019.
Die Entwicklung bei den Ausleihzahlen ist noch erfreulicher. Sie stiegen im Laufe des vergangenen Jahres kontinuierlich an, sodass 2022 insgesamt rund 100.800 Medien entliehen oder heruntergeladen wurden. Dies entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als Medien bis Anfang Juni ausschließlich nach Terminvereinbarung ausgeliehen werden konnten. Fast alle Mediengruppen haben Zuwächse zu verzeichnen. Lediglich der Download von E-Medien ging um 6 Prozent zurück, liegt jedoch ein Fünftel höher als 2019. Die Bibliothek der Dinge, die Ende 2021 eröffnet wurde, erfreut sich mittlerweile einer guten und steigenden Nutzung. Die Ausleihrenner 2022 waren Nintendo Switch, Lautsprecher, Super-8-Filmscanner, Teleskop, Ukulele, Etikettiergerät, Beamer und nicht zuletzt die Tiptoi-Stifte, die die Bruchköbeler Bibliothek schon seit vielen Jahren im Bestand haben.
Gegenüber dem letzten Vor-Corona-Jahr beträgt das Minus bei den Gesamtausleihen 10 Prozent. Bemerkenswert ist, dass die Ausleihe von Kinderbüchern und Spielen in diesem Vergleich sogar zugelegt hat. Angesichts der Tatsache, dass die Lesefähigkeit durch Homeschooling und Schulschließungen stark gelitten hat, ist dies eine erfreuliche Entwicklung. Mit ihren vielfältigen Leseförderaktionen ist die Stadtbibliothek seit langem einer der wichtigsten Vermittler von Lesemotivation. Die Nachfrage nach diesen Angeboten wie Bilderbuchkino oder Vorlesen & Basteln hat sich gegenüber dem Vor-CoronaNiveau sogar noch gesteigert.
Ebenfalls ein großer Erfolg war die Suche nach Vorlesepaten. Über 20 Interessierte haben sich auf den entsprechenden Aufruf gemeldet, nach einer Schulung durch die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek lesen diese Ehrenamtlichen nun regelmäßig in den Kitas in Bruchköbel vor. Darüber hinaus ist das Bibliotheks-Team häufiger nach draußen gegangen: In den Sommerferien wurde mit einem vom Förderverein finanzierten Bollerwagen mehrmals der Fritz-Hofmann-Spielplatz aufgesucht. Außerdem hat sich die Stadtbibliothek an einigen Tagen an der Aktion „Sommer auf dem Freien Platz“ beteiligt.
Zwar kommen die Menschen wieder verstärkt in die Bibliothek, gleichzeitig erwarten sie einen Ausbau der digitalen Angebote und Services. Dem trägt die Stadtbibliothek Rechnung und ist nun über WhatsApp erreichbar und bietet verschiedene Newsletter an. Das digitale Portfolio wurde im vergangenen Jahr mit der Online-Lernplattform Sofatutor und dem digitalen Lesezirkel sharemagazines ergänzt. Letzterer soll dazu führen, die Verweildauer in der Bibliothek zu verlängern, ebenso wie die Aktion „Lernen ohne Limit“, wenn Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, über die Mittagspause in der Bibliothek zu lernen. Denn trotz fortschreitender Digitalisierung ist und bleibt die Stadtbibliothek als Ort wichtig, dessen Aufenthaltsqualität jedoch erhöht werden muss. Ein erster Baustein hierzu war die Aufstellung eines Automaten mit Heißgetränken, der sehr gut genutzt wird. All dies trägt dazu bei, die Stadtbibliothek zum Wohnzimmer der Stadt weiterzuentwickeln, wo alle sich einfach wohlfühlen. Bis zur vollständigen Realisierung ist es allerdings noch ein längerer Weg, bei dem grundlegendere Veränderungen im Gebäude hinsichtlich Ausstattung und Einrichtung notwendig sind.
Der ausführliche Jahresbericht ist auf der Homepage der Stadt unter der Rubrik Stadtbibliothek zu finden:
https://kurzelinks.de/n6k1

Quelle: Sylvia Braun

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