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Heimatforschung als spannende Spurensuche: Ulrich von Hutten zum 500. Todesjahr im Blickpunkt

MKK

Landrat Thorsten Stolz stellt 74. Ausgabe des Bergwinkel-Boten vor

Main-Kinzig-Kreis. – Er war eines der ersten prominenten Opfer der Syphilis, die sich Ende des 15. Jahrhunderts in Europa epidemieartig ausbreitete: Ulrich von Hutten, der politische Dichter, Renaissance-Humanist, Kirchenkritiker und Publizist, dessen Wurzeln im Bergwinkel liegen. Denn dort kam er 1488 als Sohn einer fränkischen Adelsfamilie auf Burg Steckelberg bei Schlüchtern-Ramholz zur Welt. Sein Leben war verhältnismäßig kurz, aber schillernd. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er auf der Flucht, da die römische Kirche, deren Macht er zugunsten eines starken Kaisertums beschneiden wollte, gegen ihn den Reichsbann verhängt hatte. Ausgemergelt und von Schwären am Körper stark gezeichnet, fand er Unterschlupf in der Schweiz, auf der Insel Ufenau im Zürichsee, wo er seinem 15 Jahre währenden Kampf gegen die Syphilis 1523 erlag.

Der Bergwinkel-Bote 2023 widmet Ulrich von Hutten anlässlich seines 500. Todestages das Titelthema und beleuchtet, wie Ulrich von Hutten diese Erkrankung, die später als „Franzosenkrankheit“ bezeichnet werden sollte, zu heilen versuchte: Mit Holztee, der aus dem südamerikanischen Guajak-Baum gemacht wurde. Es wird aber auch die spannende Spurensuche nach seinen Gebeinen auf der Insel Ufenau dokumentiert, die jedoch am Ende zahlreiche Fragen offen lässt.

„Die 74. Ausgabe des Bergwinkel-Boten widmet sich einem prominenten Kopf der Region und beleuchtet sehr persönliche biografische Stationen eines Mannes, dessen Wirken und Ideen sich bis in die heutige Zeit erhalten haben“, erklärte Landrat Thorsten Stolz während der Vorstellung des neuen Heimatkalenders im katholischen Pfarrheim in Schlüchtern. Dort wurde der frisch gedruckte Kalender an die Autorinnen und Autoren, aber auch Vertreter der Bergwinkel-Kommunen überreicht. „Das Besondere an diesem Heimatkalender ist aber nicht nur der Fokus auf bekannte Persönlichkeiten, sondern eben auch der Blick auf ganz normale Menschen und richtige Originale, deren Geschichte und Geschichten auf diese Weise für die Nachwelt erhalten bleiben. Deshalb gilt mein besonderer Dank unseren ehrenamtlichen Autorinnen und Autorinnen, die sich wie in den Vorjahren viel Mühe gegeben haben, um diese Begebenheiten zu recherchieren, zu dokumentieren und für den Druck vorzubereiten“, betonte Thorsten Stolz. Er dankte auch Dr. Bernd Giesemann, der erstmals für diese Ausgabe allein für die Schriftleitung verantwortlich zeichnete und diese Aufgabe von Dr. Georg-Wilhelm Hanna übernommen hatte sowie Christine Raedler, Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte. „Dieses Druckwerk ist ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung unserer regionalen Geschichte gegenüber, die es zu erforschen, zu dokumentieren und zu erhalten gilt. Der Kalender enthält dank dieser großartigen Leistung zahlreiche spannende und zum Teil auch längst vergessene Begebenheiten, die nun Teil unserer Erinnerungskultur werden können“, so der Landrat. So ist der Bergwinkel-Bote 2023 wieder ein Stück Heimatgeschichte im Format DIN A5, der sich sehen lassen kann. Der Bergwinkel-Bote wird vom Kreisausschuss herausgegeben und im Druck- und Pressehaus Naumann in Gelnhausen gedruckt. Wie Oliver Naumann, Verleger der Gelnhäuser Neuen Zeitung und Geschäftsführer des Druck- und Pressehauses Naumann erklärte, wurde der Kalender im Zuge eines kleinen Gestaltungswettbewerbs behutsam modernisiert, was Satz und Layout angeht. Auffällig ist vor allem das Foto auf dem Deckblatt: Wo sonst lediglich das Wappen des ehemaligen Landkreises Schlüchtern auf weißem Grund zu sehen war, nimmt nun in der unteren Hälfte ein in Sepia-Tönen gehaltenes Bild der Burg Steckelberg bei Schlüchtern-Ramholz den Raum ein.

Folgende Autoren und Autorinnen haben mitgewirkt: Karl-Walther Auhl (Bad Soden-Salmünster), Gerd Euler (Steinau), Dr. Bernd Giesemann (Schlüchtern), Dr. Dr. Martin Häusler (Zürich), Dr. Georg-Wilhelm Hanna (Künzell), Dr. Elisabeth Heil (Sinntal), Holger Herber (Steinau), Hanswerner Kruse (Schlüchtern), Ernst Müller-Marschhausen (Schlüchtern), Dr. Benedikt Mario Röder (Speinshart), Ulrich Schwind (Schlüchtern), Hermann Tilp (Gründau), Florian Tripp (Steinau), Bernd Ullrich (Schlüchtern), Walter Weber (Schlüchtern).

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

 

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