Redaktion MKK Echo

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Schöne und außergewöhnliche Gesellenstücke

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Main-Kinzig-Kreis. –  Im Foyer des Main-Kinzig-Forums duftet es nach Holz. Entlang der beiden Fassadenfronten gibt es unter anderem Sideboards, Schreibtische, eine Truhe, die einen Stehschreibtisch verbirgt, einen Schminktisch, eine Garderobe, einen großen Esstisch und raffiniert gearbeitete Sitzgelegenheiten zu bestaunen. Es sind die Gesellenstücke von 27 Männern und drei Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren, die in diesem Jahr im Main-Kinzig-Kreis ihre Gesellenprüfung im Tischlerhandwerk erfolgreich abgelegt haben. Die wunderbar gearbeitete Handwerkskunst wird derzeit im Rahmen einer Ausstellung im Foyer der Kreisverwaltung präsentiert.

Bei der Ausstellungseröffnung begrüßte Holger Faust, Obermeister der Tischler-Innung Gelnhausen-Schlüchtern, die Anwesenden auch im Namen der Tischler-Innung Hanau und der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern. Zunächst dankte er dem Hausherren, Landrat Thorsten Stolz, für die Möglichkeit, die „schönen und außergewöhnlichen Gesellenstücke im Main-Kinzig-Forum auszustellen“. Den Gesellinnen und Gesellen gratulierte er zu ihrer erfolgreich bestandenen Prüfung: „Sie tragen dazu bei, das Handwerk in unserer Region zu stärken. Sie haben unter Beweis gestellt, dass Sie dazu in der Lage sind, echte Handwerksarbeit zu leisten. Gute Fachkräfte wie Sie sind das beste Kapital in einem Handwerksbetrieb.“ Handwerker übernähmen Verantwortung, seien bodenständig und das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Im Handwerk würden Werte wie Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft großgeschrieben.

In seiner Begrüßung betonte Landrat Thorsten Stolz: „Wir sind dankbar, dass wir auch in diesem Jahr die Gesellenstücke im Main-Kinzig-Forum zeigen dürfen. In ihnen manifestiert sich der Fleiß und das handwerkliche Geschick der frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen. Viele Menschen, die das Forum besuchen, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung bleiben stehen und bewundern die Arbeiten.“ Sie seien der krönende Abschluss einer dreijährigen Ausbildung, die wegen Corona für Auszubildende, Betriebe, Schulen, Lehrer und Eltern von zusätzlichen Herausforderungen geprägt gewesen sei. An die Tischlerinnen und Tischler gewandet sagte der Landrat: „Jeder und jede einzelne von Ihnen kann stolz auf sich sein.“ Alle hätten sich enormes Wissen angeeignet. Nun stünden ihnen alle Türen offen: „Selten gab es bessere berufliche Perspektiven als derzeit. Fachkräfte wie die 30 Männer und Frauen, die im Forum ihre Stücke ausstellen, brauchen wir in den etwa hundert Tischlerinnungsbetrieben im Kreis – auch weil in vielen dieser Betriebe demnächst ein Generationenwechsel ansteht.“ Anschließend dankte Thorsten Stolz den Junggesellinnen und Junggesellen für ihre Leistung, den Familien für das stabile Umfeld, den Beruflichen Schulen und den Betrieben für die Vermittlung von Fachwissen, Rat und Tat sowie den Tischlerinnungen und der Kreishandwerkerschaft für die wichtige, unterstützende Verbandsarbeit. Den Anwesenden gab der Landrat zudem zwei Ratschläge mit auf den Lebensweg: „Zum einen: Hören Sie auf Ihr Herz, denn hinter allen Entscheidungen, die Sie treffen, müssen Sie stehen. Zum anderen: Bringen Sie sich ein, nicht nur beruflich, sondern auch für andere. Unsere Bürgergesellschaft ist nur so gut und erfolgreich, wie die Menschen, die sich für eben diese Gemeinschaft engagieren.“

Karsten Günder, Leiter der Kinzig-Schule in Schlüchtern, unterstrich, die Gesellinnen und Gesellen hätten ein wichtiges Ausbildungsziel erreicht. Sie hätten gelernt und bewiesen, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Tischlermeister Heiko Schreiber, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern, trug mit einer launigen Rede über die Herausforderungen der Gesellenprüfung zur guten Laune der Feiergäste bei, bevor Klassenlehrer Dirk Müller die Gesellenstücke im Einzelnen vorstellte. Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittag war die Verleihung der Gewinnerinnen und Gewinner beziehungsweise der Belobigten des Wettbewerbs „Gute Form“.

Quelle: F.Walzer

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