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SPD Sinngrund: Strom soll sicher und bezahlbar sein – deshalb Windkraft: Wie soll das gehen?

Die SPD-Sinngrund lädt am 22. 07. 2022 zu einer Veranstaltung zum Thema „Energiewende Sinngrund“ in Burgsinn ein. Referent ist der Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig Oliver Habekost. Im Einladungsschreiben werden „Energiesicherheit“ und „bezahlbare Energie“ hervorgehoben. Aber erreicht man mit der schwankenden, nicht planbaren Windkraft „Energiesicherheit“ und „bezahlbare Energie“? Das ist höchst zweifelhaft! Wir sind es gewohnt, zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Strom versorgt zu werden. Krankenhäuser, industrielle Fertigungsprozesse müssen sich darauf 100-prozentig verlassen können. Deshalb steht die Energiesicherheit an erster Stelle. In Deutschland haben wir statistisch jährlich nur wenige Minuten Stromausfall. Die Stromversorgungssicherheit wird seit Jahrzehnten von Grundlast-Kraftwerken (Kohle- Kernkraft-, Gaskraftwerke) sichergestellt. Windkraftwerke liefern Strom, wenn der Wind weht. Wieviel und wann der Strom fließt, ist nicht planbar. Grundlastkraftwerke können bei 8760 Jahresstunden rund 8000 Stunden im Jahr planbar ihre Nennleistung liefern. Ein Grundlastkraftwerk mit 500 MW Nennleistung erzeugt ca. 4.000.000 MWh elektrische Arbeit pro Jahr. Damit können rund eine Million Haushalte mit Strom zuverlässig und planbar Tag und Nacht versorgt werden. Um den gleichen Stromertrag mit Windkraftanlagen zu erzeugen sind 666 Stück 3 MW Anlagen erforderlich, da bei WKA nur knapp 2.000 Vollaststunden pro Jahr erreicht werden. Die Stromerzeugung aus WKA kann nicht bedarfsgerecht erzeugt werden. Die Haushalte würden mal mehr, mal weniger Strom erhalten, je nachdem wieviel Wind weht. Daher sind zusätzlich große Speicher erforderlich, um die Erzeugung dem Bedarf anpassen zu können. Diese existieren jedoch nicht und werden auch in den nächsten Jahrzehnten nicht in ausreichendem industriellem Maß vorhanden sein. Deshalb sind die Haushalte, Gewerbe oder die Industrie immer auch auf ein zweites Stromversorgungssystem angewiesen. Das sind wieder die Grundlastkraftwerke. Die Bundesregierung wollte im Rahmen der Energiewende die Grundlastversorgung nach Abschaltung von Kohle- und Kernkraft mit 40 bis 50 neuen Gaskraftwerken sicherstellen. Weder wurden diese bislang gebaut, noch hat die Politik die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit gerade dann unverzichtbarem billigem Gas sichergestellt. Stattdessen wurden die bislang verkündeten Klimaziele auf der Grundlage ausreichender Gasversorgung, ohne zu zögern, einer die deutsche Wirtschaft zerstörenden Sanktionspolitik geopfert. Es ständen CO₂-arme zuverlässige Alternativen zur Verfügung, werden jedoch nicht genutzt. Wo also liegt bei Windkraft die Energiesicherheit, wenn ohne Gas die notwendige Grundlastversorgung nicht zur Verfügung steht? Der Strom soll bezahlbar sein. Das wollen wir alle. Bereits der frühere Umweltminister Jürgen Trittin versprach im Jahr 2004, dass die Energiewende den Durchschnittshaushalt umgerechnet nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat kostet. Damals kostete ein Kugel Eis 50 Cent. Daraus wurde bekanntlich nichts. Heute ist ein Privathaushalt nur für die Ökostromförderung mit 46 Kugeln im Monat dabei. Im Jahr 2021 zahlte der Stromverbraucher 6,5 ct pro Kilowattstunde zuzüglich Mehrwertsteuer als EEG-Umlage. Ab Juli 2022 ist die EEG-Umlage nicht mehr auf der Stromrechnung zu finden. Stattdessen erstattet der Bund die Einnahmeausfälle der Windkraftbetreiber künftig aus dem “Sondervermögen” Energie- und Klimafonds (EKF) und finanziert daraus die Förderung erneuerbarer Energien. Das kostet den Steuerzahler deutlich über 30 Milliarden Euro pro Jahr. Weniger als 0,5 Prozent dieses Betrages investiert die Republik in den Haushaltposten: „Energietechnologien und effiziente Energienutzung – Forschungs- und Entwicklungsvorhaben“. Lieber wird die Energiewende mit Erneuerbaren subventioniert als nach bezahlbaren Alternativen geforscht. Die Stromkosten in Deutschland sind die höchsten in Europa. Die Einsparung von Kohlendioxid, das eigentliche Ziel der Energiewende, ist dagegen nur sehr gering. Länder wie Frankreich, Schweden, Norwegen, Spanien sind hier viel weiter. Deutschland ist fixiert auf erneuerbare Energien. Trotz der anrollenden Energieknappheit öffnet sich die Regierung nicht anderen möglichen CO₂-armen Alternativen. Die SPD-Einladung nimmt auch Bezug auf angebliche Vorteile des Windparks Rosskopf bei Flörsbachtal. Kürzlich war in den lokalen Nachrichten zu lesen, dass der Ertrag deutlich niedriger ist als kalkuliert. Die Windkraftanlagen bei Neudorf/Wächtersbach, auch von der Naturenergie des Main-Kinzig-Kreises betrieben, erbrachte bis zum Jahr 2020 einen Verlust von über zwei Millionen Euro. Wo also sollen die Vorteile eines „eigenen Windparks“ liegen? Die erheblichen Eingriffe in die Natur, die Landschaftszerstörung, die Nachteile für Menschen und strenggeschützten Tierarten sind noch nicht einmal mitbetrachtet. Hier ein aktuelles Beispiel was erneuerbare Energieerzeugung bewirkt: Bei dem sonnigen Wetter werden an Wochenenden, wo weniger Strom benötigt wird, viel Strom exportiert. Der Strompreis lag einige Stunden bei null Cent pro Kilowattstunde. Am Dienstag hatten wir dagegen einen historischen Börsenspitzenpreis von 68 Cent/kWh bei einem Stromimport von 13 GW. Wir hatten beim Export und beim Import bereits die technischen Grenzen unseres Hochspannungsnetzes erreicht. Momentan sind wir nicht mehr in der Lage bei viel EE Strom diesen zu verbrauchen und sind bei wenig EE Strom nicht mehr in der Lage den benötigten Strom selbst zu erzeugen.

 

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Quelle: Vorstand Vernunftkraft MKK/NPS

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