Redaktion MKK Echo

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Chance für Neustart

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Linsengerichts Bürgermeister Albert Ungermann sieht den Rücktritt der Elternbeiratsvorsitzenden der Linsengerichter Kindertagesstätten als Chance für einen Neuanfang. „Die in diesem Zusammenhang getroffenen Äußerungen belegen deutlich, wie wenig kompromissbereit die Vorsitzenden der Elternbeiräte sind.“  Dies zeige auch, wie wenig Interesse daran besteht, in der von der Gemeindevertretung mit großer Mehrheit beschlossenen Mediation gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Dass nun die Festlegung der Amtszeiten der Elternvertreter als Rücktrittsgrund genannt wird, hält der Linsengerichter Bürgermeister für vorgeschoben. „Die nun zurückgetretenen Elternvertreter hätten sich das Mandat von der Elternschaft holen können, ohne dass dies ihre Arbeit beeinträchtigt hätte.“

Ungermann bedauerte, dass die langjährige harmonische Zusammenarbeit von Elternbeiräten, Kindergärten und Gemeindegremien erst durch die aktuelle Konstellation in den Elternbeiräten zu dieser Situation geführt hat. „Mit ihrer unnachgiebigen Haltung haben die Elternvertreter großen Schaden angerichtet. Und nun entziehen sie sich der Verantwortung“, so Bürgermeister Albert Ungermann.

In Zeiten, wo hessenweit 10.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlten, dozierten die Wortführerinnen der Elternbeiräte über Verbesserungsvorschläge bei den Stellenausschreibungen und warfen der Verwaltung vor, letztlich für unbesetzte Stellen die Verantwortung zu tragen. Auch wollte man sich nicht damit zufriedengeben, dass die im Stellenplan festgelegte Anzahl an Arbeitsstellen nicht überschritten werden darf. Die Personalabteilung hat gerade in der zurückliegenden schwierigen Zeit dafür gesorgt, dass der Betrieb in den Kitas gewährleistet werden konnte, so Ungermann. „Ohne Rücksicht auf die Kosten wurden permanent Forderungen aufgestellt. So wurden die kostenlosen Corona-Tests in den Einrichtungen gefordert, die in großer Anzahl beschafft wurden. Die Resonanz bei der Nutzung durch die Familien ist gering. Das gilt auch für die Bedarfs- oder Notbetreuung. Die Forderung wird lautstark erhoben, jedoch in der Vergangenheit kaum nachgefragt.“

Die Kindertagesstätten kosteten den Linsengerichter Steuerzahler in 2021 rd. 2,5 Millionen Euro. In 2022 werden es voraussichtlich rd. 3,5 Millionen Euro sein. Durch die Inbetriebnahme der neuen Kita in Altenhaßlau wird sich die Summe im Jahr 2025 auf über 4,0 Millionen Euro erhöhen. Dabei handelt es sich allein um den Zuschuss durch die Gemeinde, Elternbeiträge und Zuschüsse des Landes Hessen sind bereits abgezogen. Im Jahr 2021 haben die Eltern bei Gesamtausgaben in Höhe von 3.934.170 Euro Gebühren von lediglich 236.000 Euro beigesteuert. Trotz dieser geringen Summe wird oftmals von „hohen“ Gebühren gesprochen.

Wie falsch die Situation dargestellt wird, zeige die Tatsache, dass es in Altenhaßlau mit der Ferienschließung der Haselaschule in der dritten bis fünften Woche seit Bestehen des Fördervereins keinerlei Probleme der Eltern gab. Warum die Vorsitzende aus Altenhaßlau sich so negativ in die Diskussion um die Geisbergschule einbrachte, ist nicht erklärbar.

Dem Hinweis, den Förderverein Geisbergschule in die Pflicht zu nehmen, die Ferienschließzeit der ersten drei Wochen auf die zweiten drei Wochen zu verlegen, ist der Elternbeirat nicht nachgekommen. Die Steuerzahler unterstützen den Verein im Jahr 2021 mit knapp 80.000 Euro, in 2022 immerhin mit 50.000 Euro. Hohe Investitionskosten für Container und Einrichtung kommen hinzu. Es wäre für den Verein mit den im Verhältnis zu den Kitas wenigen Angestellten sicherlich einfacher, ihre festgefahrene Struktur zu verändern.

Nun besteht die berechtigte Hoffnung, so Ungermann, dass die neuen Gesichter an der Spitze der Elternbeiräte wieder zu einem konstruktiven Dialog zurückfinden und dieses unrühmliche Kapitel möglichst bald im Sinne aller Beteiligten abgeschlossen werden kann.

Quelle: Gemeindevorstand Linsengericht

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