Stanislav Sidorsky

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Digitales Bürgerangebot: Öffentlicher Gesundheitsdienst bietet Online-Sprechstunde in stark nachgefragten Bereichen

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Main-Kinzig-Kreis. – Der Main-Kinzig-Kreis baut seine Digitalisierungsangebote gerade im Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes weiter aus: Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst sowie der Zahnärztliche Dienst im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr bieten ab sofort erste Online-Sprechstunden an. Die Sprechstunden sind dabei vorerst nur für einige Themen möglich und müssen vorher vereinbart werden. Genutzt wird dafür eine spezielle Online-Plattform („ClickDoc“). Denkbar einfach ist es, sich für eine digitale Sprechstunde anzumelden oder sie zu besuchen: Wird ein  PC oder ein Notebook online genutzt, muss keine Software installiert werden. Die App-Lösung Click-Doc kann für das Smartphone heruntergeladen werden. Wurde der Termin vereinbart, erhält der Nutzer einen Code, der im Browserfeld eingegeben werden muss und durch den das „virtuelles Wartezimmer“ betreten wird. Via Kamera können dann Arzt und Patienten direkt miteinander kommunizieren. „Dieses Angebot ist möglichst barrierefrei nutzbar, einfach anwendbar und datenschutzkonform“, erklärt Amtsleiter Dr. Wolfgang Lenz. Sollten vorab oder im Anschluss Dokumente hochgeladen werden, ist dies über die bereits bestehende Online-Plattform des Main-Kinzig-Kreises in der Daicy-App möglich, die derzeit für diese Funktion erweitert wird. Der Zahnärztliche Dienst bietet derzeit immer mittwochs von 17 bis 18 Uhr eine Online-Sprechstunde an. „Eltern können sich über eine zahngesunde Ernährung oder Zahnpflege informieren und Fragen zu den Reihenuntersuchungen in Schulen und Kindergärten stellen“, fasst Sachgebietsleiterin Dr. Gunda Adolphi zusammen. Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst  kontaktiert die Familien schriftlich, bei denen sich die  Gesprächsanlässe für eine Online-Sprechstunde eignen. „Beispielsweise wollen wir für schwerstmehrfach behinderte Kinder Termine anbieten, damit die Kinder sich in ihrem gewohnten Umfeld aufhalten können und lange Anfahrten vermieden werden“, erläutert die Sachgebietsleiterin Dr. Simone Karau. Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler sieht in dem Angebot einen weiteren Bestandteil der Digitalisierung innerhalb der Kreisverwaltung. „In den nun startenden Bereichen wollen wir den Familien und Betroffenen die Wege so kurz wie möglich, die Hürden so niedrig wie möglich und die Beratung so nah wie möglich anbieten. Gerade nach den vergangenen Jahren der Corona-Pandemie sind sowohl der zahnärztliche Dienst als auch der Kinder- und Jugendärztliche Dienst für Familien wichtige Ansprechpartner. Dass dafür nun ein weiterer Baustein geschaffen wird, zeigt, dass die Digitalisierungsstrategie gerade im Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter voranschreitet. Diese nun digitale Lösung ist sowohl eine Entlastung für Patientinnen und Patienten wie auch für den Bereich der Medizin selbst“, so die Gesundheitsdezernentin. „Wir werden nun Schritt für Schritt Angebote wie diese weiter ausbauen und setzen natürlich dabei auf die Erkenntnisse, die wir bei verschiedenen Formaten schon gesammelt haben.“

Quelle:Walzer Frank

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