Jannik Trunk

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Fair gehandelte Produkte in Gastronomiebetrieben als leicht zu erfüllende Anforderung für Zertifkat

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Landrat Thorsten überreicht Fairtrade-Urkunden an zwei Gastronomiebetriebe: Café Knusperbohne und Hotel Gut Hühnerhof

Main-Kinzig-Kreis. – Landrat Thorsten Stolz hat die ersten Fairtrade-Zertifikate an zwei Gastronomie-Betriebe im Main-Kinzig-Kreis vergeben: Das Café Knusperbohne in Biebergemünd-Kassel und das Hotel Gut Hühnerhof in Gründau. „Der Main-Kinzig-Kreis ist seit vergangenem Herbst Fairtrade-Landkreis und es ist mir eine große Freude, dass wir mit dem Café Knusperbohne und dem Hotel Gut Hühnerhof zwei Gastronomiebetriebe auszeichnen, zu denen die Fairtrade-Kampagne sehr gut passt. Denn in beiden Einrichtungen werden neben den fair gehandelten Produkten auch regional erzeugte Lebensmittel verarbeitet“, sagte Landrat Thorsten Stolz. Der Main-Kinzig-Kreis wurde im November 2021 zum Fairtrade Landkreis zertifiziert.

„Im Main-Kinzig-Kreis sind zwischenzeitlich sechs Kommunen als Fairtrade Town zertifiziert worden“, freute sich der Landrat. Wie der Biebergemünder Bürgermeister Matthias Schmitt im Gespräch mit Café-Betreiberin Beate Buch erklärte, hat sich auch die Gemeinde Biebergemünd auf den Weg zur Fairtrade-Town gemacht. „Ich bedanke mich bei den Gastronomen für die Teilnahme an diesem wichtigen Projekt“, sagte Matthias Schmitt. Das Café Knusperbohne unterstützt mit seiner eigenen Zertifizierung auch die Gemeinde Biebergemünd, damit diese die Kriterien zur Zertifizierung als Fairtrade Town erreicht. Neben Matthias Schmitt nahm seitens der Gemeinde auch Annette Riesbeck, die der Steuerungsgruppe Fairtrade Town angehört, an dem Termin teil. Seitens des Kreises war Fairtrade-Beauftragte Alice Engel-Kanani dabei, die bereits mit zahlreichen Gastronomen gesprochen und sie für die Fairtrade Kampagne gewinnen konnte.

„Ohne das bürgerschaftliche Mitwirken geht es bei der Fairtrade-Kampagne nicht, die wir auf eine möglichst breite Basis stellen wollen, um die Themen gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen weltweit in unserer Gesellschaft zu verankern“, bekräftigte Landrat Stolz und fügte hinzu: „Denn diese Themen betreffen auch die Menschen in Deutschland, die durch ihr Kaufverhalten einen großen Anteil daran haben, wie die Lebensbedingungen von Menschen in anderen Teilen der Erde sich gestalten.“ Typische Fair-Trade Produkte sind Kaffee, Tee, Zucker und Kakao. Seit seinem Start im Jahr 2019 ist das Café Knusperbohne mit seinem kulinarischen Angebot, zu dem selbstgemachte süße und deftige Leckereien mit Zutaten aus der Region gehören, zu einer beliebten Anlaufstelle für Menschen weit über Biebergemünd hinaus geworden.

Die zweite Urkunde überreichte Landrat Stolz an Myriam Hecker, Direktorin des Hotels Gut Hühnerhof in Gründau. Auch sie ist bereit, die Fair-Trade-Kampagne zu unterstützen und bietet im Hotel eine Vielfalt an fairen Produkten an, die auf dem Frühstücksbüfett serviert werden. „Myriam Hecker geht in Gründau mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass die Bedingungen, um eine Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten, durchaus gut zu erfüllen sind“, machte Thorsten Stolz deutlich. Der Landrat möchte auch andere Gastronomen ermuntern, sich der Kampagne anzuschließen. „Der Einsatz von fairen Produkten in der Gastronomie ist ein wichtiges Instrument zur Armutsbekämpfung und Erzielung ökologisch nachhaltiger Produktionsstandards“, erklärte Landrat Stolz. Auch das Hotel Gut Hühnerhof serviert wie das Café Knusperbohne den Gästen neben den fair gehandelten Produkten auch Lebensmittel, die direkt aus der Region stammen. „Damit wird ein direkter Beitrag geleistet, um regionale Wertschöpfungsketten zu unterstützen“, so Thorsten Stolz.

Mit dem Angebot an fair gehandelten Produkten mit einem entsprechenden Siegel, wie zum Beispiel „Fair-trade“, „GEPA“ oder „El Puente“, werden benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern, etwa Kleinbauernfamilien oder Plantagenarbeitende unterstützt. Fairtrade steht für verlässliche Handelspartnerschaften, die mit fairen Preisen für ein sicheres Einkommen der Produzenten und Produzentinnen sowie für nachhaltige Produktion stehen, ohne unfairen Zwischenhandel, unter Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit sowie für einen umweltschonenden Anbau ohne Pestizide, Kunstdünger und gentechnisch veränderte Organismen.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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