Jannik Trunk

Maintal: Belange der Kinder stärker berücksichtigen

kinder

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Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher unterzeichnet Kinderpolitischen Zwischenruf von Unicef Deutschland und Kinderhilfswerk

Es ist ein schwieriger Balanceakt, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit den Maßnahmen des Gesundheitsschutzes während der Corona-Pandemie in Einklang zu bringen. Der rege Kontakt zu Gleichaltrigen, abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten, sowie verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebote prägen den Alltag der Jungen und Mädchen. Doch genau sorgen die Corona-Maßnahmen für gravierende Einschnitte. Deshalb fordern die Stadtoberhäupter von bundesweit 35 Kinderfreundlichen Kommunen, die Bedarfe von Kinder und Jugendlichen stärker zu berücksichtigen, darunter auch Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Die Pandemie wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Dennoch sind Kinder und Jugendliche besonders betroffen. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich, Lernrückstände wachsen, die persönlichen Kontakte sind stark eingeschränkt, ebenso wie die Freizeitmöglichkeiten – und das über einen Zeitraum von bald zwei Jahren. Das ist gerade für die Jüngeren eine gefühlte Ewigkeit. „Kinder und Jugendliche erleben die Pandemie ganz anders als Erwachsene. Darauf müssen wir reagieren und kindliches Aufwachsen mehr denn je aufmerksam begleiten und unterstützen. Als Kinderfreundliche Kommune engagiert sich Maintal vielfältig dafür, Kinderrechte zu achten, Kinder anzuhören, ihre Interesse zu berücksichtigen. Schließlich möchten wir mit den Jungen und Mädchen ihre und die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten“, betont Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Erst im Januar hat die Stadt Maintal offiziell die Auszeichnung Kinderfreundliche Kommune durch den gleichnamigen Verein erhalten. Die Zertifizierung honoriert die bereits vorhandenen kinder- und jugendfreundlichen Aktivitäten und ist Motivation, diesen Weg fortzusetzen. Deshalb war es für Monika Böttcher auch selbstverständlich, den Kinderpolitischen Zwischenruf des Vereins „Kinderfreundliche Kommune“ gemeinsam mit weiteren Amtskolleg*innen zu unterzeichnen.

35 (Ober-)Bürgermeister*innen aus Städten und Gemeinden, die am Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ teilnehmen, fordern darin dazu auf, die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien in Zeiten der Corona-Pandemie verstärkt in den Blick zu nehmen. „Gerade in dieser schwierigen Zeit brauchen Kinder Orte, an denen sie sich aufgehoben fühlen, und Bezugspersonen, denen sie sich anvertrauen können. Deshalb waren die Sozialarbeiter*innen in den städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen immer ansprechbar“, erklärt Böttcher.

Die Mitarbeiter*innen in den Jugendzentren waren während des Lockdowns über ein Notfalltelefon erreichbar und mit Öffnung der Einrichtungen auch wieder persönlich – natürlich immer unter Berücksichtigung der geltenden Regeln. Mit den digitalen Lernpaten hat die Maintal Aktiv – Freiwilligenagentur zusätzlich ein Angebot geschaffen, das Schulkindern ermöglicht, in einer 1:1-Betreuung Unterrichtsinhalte aufzuarbeiten, damit sie in der Schule nicht abgehängt werden. Zugleich sind die ehrenamtlichen Lernpaten wichtige Vertrauenspersonen außerhalb des schulischen oder familiären Umfelds.

„Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit dürfen nicht unter die Räder die Pandemie geraten. Hier gilt es, Alternativen zu entwickeln, um die Kinder und Jugendlichen auch in dieser schwierigen Situation zu erreichen und ihnen Angebote zu machen, die ihre Bedürfnisse aufgreifen. Dabei wissen Kinder und Jugendliche selbst am besten, was sie brauchen, was ihnen gut tut“, so Böttcher. Diese Anregungen aufzugreifen und bei allen städtischen Planungen zu berücksichtigen, ist Aufgabe und Anspruch von Kinderfreundlichen Kommune und entspricht dem Selbstverständnis der Stadt Maintal.

Um den negativen Folgen der Pandemie begegnen zu können, fordern die unterzeichnenden Stadtoberhäupter, die Mittel des Corona-Aufhol-Pakets längerfristig zur Verfügung zu stellen, da die Folgen der Pandemie nicht kurzfristig behoben werden könnten. Zudem brauche es Unterstützung für den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Bildungseinrichtungen zur psychosozialen Begleitung von Kindern und Jugendlichen, um die Belastungen auffangen zu können und den Ausbau entsprechender Anlaufstellen sowie mehr politische Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen. Dies könnten die Kommunen nicht allein tragen.

Quelle: Stadt Maintal

 

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