Joachim Laatz

Redaktion

40 Jahre Hochzeitspflanzung in Bruchköbel

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Ein schöner Brauch jährt sich zum vierzigsten Mal.

Einst begann die Erfolgsgeschichte mit dem damaligen Bürgermeister Udo Müller und dem Ersten Stadtrat Siegfried Sümmchen, die gemeinsam mit den Ehepaaren die ersten Birken in den Krebsbachwiesen pflanzten. In den vergangenen 40 Jahren waren rund 1200 Hochzeitspaare aus Bruchköbel dabei, ihre Eheschließung mit der Pflanzung eines Baumes zu symbolisieren. Gleichzeitig leisteten sie damit einen großen Beitrag zum Umweltschutz, denn auf diese Weise wurden über 1400 Bäume und Heckengehölze gepflanzt.

Die diesjährige traditionelle Hochzeitspflanzung fand Ende Oktober hinter dem neuen Feuerwehrhaus in Butterstadt statt. Bürgermeisterin Sylvia Braun freute sich über die große Teilnehmerzahl zum Jubiläum und begrüßte alle Ehepaare mit den Worten: „Um in ein gemeinsames Leben zu starten, gibt es keine bessere Möglichkeit als einen Baum zu pflanzen, dieser Brauch symbolisiert nicht nur Wachstum und Beständigkeit, sondern auch die Verwurzelung mit Bruchköbels Boden“. In diesem Jahr wurden Hochstämme alter Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten sowie ein Speierling gepflanzt. Speierlinge sind selten gewordene Raritäten und gehören zur Gattung der Ebereschen. In ganz Hessen gibt es geschätzt gerade einmal nur 400-500 Exemplare, weiß die Umweltbeauftragte Rebekka Lederer zu berichten. Diese Wildobstbaumart kann bis zu 400 Jahre alt werden, zudem sind die kleinen Früchte des Speierlings eine begehrte Zutat bei der Apfelweinherstellung. Das eingespielte Team der städtischen Gärtnerinnen und Gärtner unterstützten die eifrigen Paare, sodass insgesamt 21 Obstbäume gepflanzt werden konnten. Während der Pflanzung konnten sich die Teilnehmer mit heißen Getränken wärmen, bevor es anschließend, unter Coronaauflagen, zum gemeinsamen Mittagessen nach Roßdorf in das Restaurant „Zum Schwanen“ ging.

Als Andenken zum Jubiläum erhielt jedes Hochzeitspaar eine Auslese verschiedener alter Apfelsorten sowie ein gerahmtes Bild ihres persönlichen Moments und ein Gruppenbild, dass sie später daran erinnern soll, welche Ehepaare mit ihnen gemeinsam Bäume pflanzten.

Quelle: Stadt Bruchköbel

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