Jannik Trunk

Jannik Trunk

Über 300 Freiwillige tragen den Impf-Marathon

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Große, rein ehrenamtlich getragene Impfaktion in Hanau – Ohne Terminvergabe, aber mit zügigerem Impfangebot für „Ü70“ und Menschen mit Gehbehinderung

Die Feinplanungen für den Impf-Marathon sind weitgehend abgeschlossen: Am kommenden Wochenende, 11. und 12. Dezember, kann der Impfbetrieb in der Hanauer August-Schärttner-Halle losgehen, der von über 300 Freiwilligen aus der Region getragen wird.

Noch bis in diese Woche hinein hatten sich Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die den Impf-Marathon unterstützen wollten. Die jeweils drei Dienstschichten für die zwei Tage sind jedoch bereits voll. Bei größeren Verschiebungen oder Änderungen würde sich der Main-Kinzig-Kreis noch mal individuell bei den Frauen und Männern melden, wie Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sagt. „Schon jetzt geht ein ausdrücklicher Dank an all die Menschen, die unserer Aktion so positiv gegenüberstehen und die unseren Aufrufen gefolgt sind. Das hat es in dieser Dimension nach meiner Kenntnis noch nirgends gegeben. Und der Zweck ist ein durchweg guter und positiver: Wir wollen mehrere tausend Menschen in diesen 34 Stunden impfen, in denen die Schärttnerhalle geöffnet sein wird“, so die Gesundheitsdezernentin des Main-Kinzig-Kreises. „Für uns ist das ein toller Beweis, dass gerade jetzt Menschen zusammenstehen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Neben dem Pieks ist das Zeichen so wichtig, das von dieser Aktion ausgeht.“

Der Impfbetrieb läuft an beiden Wochenendtagen jeweils von 7 bis 24 Uhr. Es werden vorab keine Termine vergeben, so dass längere Wartezeiten vorsichtshalber einzukalkulieren sind. Für Menschen über 70 Jahre sowie gehandicapte Personen wird die Möglichkeit eröffnet, rascher zu einer Impfung zu kommen.

Verimpft wird regelhaft der mRNA-Impfstoff von Moderna, alternativ können die Interessierten das Vakzin von Johnson&Johnson erhalten. Der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer wird ausschließlich Personen vorbehalten, die unter 30 Jahre bzw. schwanger sind. Eine freie Auswahl zwischen Moderna und Biontech/Pfizer ist aufgrund der in den vergangenen Wochen nur noch kontingentierten Liefermenge an Biontech-Vakzinen nicht vorgesehen. Die Kapazitäten der Halle und des Personals sind jedenfalls für mindestens 4.000 Impfungen an dem Wochenende ausgelegt, Impfstoff ist ausreichend disponiert.

Grundsätzlich kann sich jeder Impfberechtigte in einer der sechs Impfkabinen seine Vakzindosis abholen, ob nun Erst-, Zweit- oder Drittimpfung. Auffrischungsimpfungen werden in der Regel sechs Monate nach Ende der Impfserie ermöglicht, jedoch frühestens nach fünf Monaten. Die anderen Impfangebote des Kreises, etwa die Dein-Pflaster-Impfstellen, bleiben an dem Wochenende übrigens weiter normal geöffnet. Zusammengenommen könnten im Main-Kinzig-Kreis bis Ende dieser Woche mit rund 14.000 Impfungen so viele Impfdosen verabreicht werden, wie in keiner Woche zuvor in diesem Jahr.

Wer sich beim Impf-Marathon impfen lassen will, muss ein gültiges Ausweisdokument, das Krankenkassenkärtchen sowie nach Möglichkeit das Impfbuch mitbringen. Wer die Abläufe selbst beschleunigen will, sollte auch die weiteren Bögen zur Impfung schon ausgefüllt mitbringen. Sie sind abrufbar auf der Kampagnenseite „Dein Pflaster“ auf der Kreishomepage (www.MKK.de).

Der Impf-Marathon wird von Freiwilligen getragen. Aus Unternehmen, Hilfs- und Rettungsverbänden, dem THW, Verwaltungen, aus privaten Initiativen heraus bis hin zur Politik haben sich viele hundert Menschen bereiterklärt, ehrenamtlich diese einzigartige Sonderimpfaktion zu ermöglichen. Die Impfungen werden durch medizinisches Fachpersonal verabreicht, die Impfdosen von kooperierenden Apotheken vorbereitet. Alles darüber hinaus, vom Empfang, den Ansprechpartnern draußen und drinnen, über die Betreuung im Wartebereich und die Registrierung bis hin zur Impf-Logistik und der Dokumentation kommen die Ehrenamtlichen zum Einsatz. Das THW und Mitglieder von Hilfs- und Rettungsdiensten übernehmen dabei im Hintergrund feste Aufgabenblöcke. Im Einsatz sein werden auch jede Menge Freiwillige, die zwischen Februar und September auch schon in den Impfzentren ihren Dienst geleistet haben.

Die Kreisspitze um Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler wie auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der die August-Schärttner-Halle für insgesamt vier Tage frei zur Verfügung stellt, inklusive Auf- und Abbau, verbindet sich der Dank daher mit der Bitte um Respekt und Geduld. Ein breites bürgerschaftliches Bündnis ziehe hier an einem Strang, ganz im Dienste der Menschen, die für eine Impfung anstehen: „Das verdient Anerkennung und Dank von allen Seiten“, wie Kreis und Stadt gemeinsam betonen.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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