Jannik Trunk

Maintal: Winterschlaf für den Bienenfutter-Automaten – Neuaufstellung im Frühjahr

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Seit dem Frühjahr stand auf Initiative des städtischen Fachdienstes Umwelt auf dem Weinberghof in Hochstadt ein Bienenfutter-Automat. Der umgebaute Kaugummi-Automat enthielt spezielle Saatmischungen für insektenfreundliche Blühpflanzen. Im Herbst wurde der Behälter mit Krokuszwiebeln für einen blühenden Start ins Frühjahr bestückt. Jetzt geht der Automat in den Winterschlaf.

Grund für den Abbau waren die Krokuszwiebeln, die bereits zu keimen begannen. Aus diesem Grund mussten sie schnell in die Erde und eigneten sich nicht mehr für den Verkauf. Die Gärtner*innen des städtischen Eigenbetriebs Betriebshof werden die Zwiebeln nun in städtischen Grünflächen und Beeten einpflanzen, damit dort ab dem Frühjahr blühendes und hübsch anzusehendes Insektenfutter wächst. Der Bienenfutter-Automat selbst wird während der Wintermonate eingelagert. Das bedeutet keinesfalls ein Ende des Projekts. Denn im Frühling wird der Automat wieder aufgestellt und neu bestückt.

Auch die Bienen suchen nun einen Platz zum Überwintern. Während sich die Honigbienen in ihrem Stock in sogenannten Wintertrauben „einmummeln“ und gegenseitig wärmen, sieht es bei den gefährdeten Wildbienen anders aus. Die wenigen mehrjährigen Wildbienen sind oft Alleingänger (oder paarbildend) und suchen sich in Baumhöhlen, Tothölzern, Brombeersträuchern und weiteren ober- und unterirdischen Hohlräumen ihr Winterplätzchen. Die meisten Wildbienen leben allerdings nur ein Jahr. Sie haben schon ihre Brutzellen vorbereitet und winterfest verschlossen, damit im Frühjahr neue Bienen schlüpfen.

„In meinem Garten überwintert aktuell eine blauschwarze Holzbiene. Dabei habe ich Glück, denn die wenigsten Wildbienen nehmen ein künstliches Insektenhotel an“, erklärt Sarah Dutiné aus dem Fachdienst Umwelt. Sie empfiehlt, im eigenen Garten aufmerksam zu schauen, ob vielleicht auch dort Wildbienen ein Winterplätzchen gefunden haben. In diesem Fall sollte kein Rückschnitt erfolgen und die Biene ungestört überwintern können. „Auch Nichtstun kann ein Beitrag zum Wildbienenschutz sein“, so Dutiné.

Weitere Infos gibt es auch auf der Webseite der Stadt Maintal unter www.maintal.de/bienenschutz. Wer Fragen hat, kann sich gerne per E-Mail an umwelt@maintal.de an den Fachdienst Umwelt wenden.

Quelle: Stadt Maintal

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