Jannik Trunk

Maintal: Rathaus strahlt leuchtend orange

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Die Aktion „Orange your City“ setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen – Stadtverwaltung und Frauenbeirat rufen zum Mitmachen auf

Der 25. November soll auch in diesem Jahr die Farbe Orange tragen. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen findet rund um dieses Datum jährlich weltweit die Beleuchtungsaktion „Orange your City“ statt. Auch in Maintal sind Menschen eingeladen, an diesem Tag Farbe zu bekennen und sich so gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einzusetzen.

Bereits zum dritten Mal nimmt die Stadt Maintal den Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November zum Anlass, sich an der weltweiten Beleuchtungsaktion „Orange your City!“ zu beteiligen. Das Rathaus und das Kinder- und Jugendhaus werden orange ausgeleuchtet. Darüber hinaus wird im Foyer des Rathauses ein orangefarbener Stuhl stehen, auf dem Zettel mit der Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ liegen. Mit dieser Aktion sagt Maintal deutlich sichtbar „NEIN“ zu Gewalt an Frauen und macht auf Hilfsangebote aufmerksam.

Bürger*innen, die sich beteiligen wollen, sind eingeladen, ihre Fenster ebenfalls orange auszuleuchten oder zu bekleben. Mit Transparentpapier oder Stoff lassen sich Fenster ganz einfach und kostengünstig orange gestalten. Auch durch orangefarbene Kleidung oder Accessoires lässt sich rund um den 25. November ein Zeichen setzen.

„Wir wollen damit die Aufmerksamkeit auf häusliche Gewalt lenken, die in der Öffentlichkeit immer noch tabuisiert wird. Die hohe Zahl an betroffenen Frauen ist schockierend und nicht hinnehmbar. Sie ermahnt uns, hinzuschauen, das Schweigen zu brechen und zu handeln“, betont Bürgermeisterin Monika Böttcher. Susanne Hoffmann, Sprecherin des Frauenbeirats, ergänzt: „Frauen, die von Gewalt betroffen sind, wissen oft nicht, wo sie Hilfe bekommen können. Wir möchten mit der Aktion ,Orange your City‘ Mut machen und zeigen, dass die Betroffenen nicht allein sind.“

Unter der Nummer 0800 116 016 können sich Betroffene am Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen jederzeit und in vielen Sprachen Unterstützung holen. Auch Personen im Umfeld werden am Hilfetelefon beraten, wenn sie nicht wissen, wie sie sich angemessen verhalten sollen, ohne sich selbst zu gefährden.

„Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen heißt, solidarisch hinzuschauen und Betroffenen im Umfeld zu signalisieren: An mich kannst du dich wenden. Komm zu mir, wenn es bei euch zu Hause kracht!“, sagt Annika Frohböse, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Maintal. „Gewalt ist so alltäglich und doch so unsichtbar, weil Frauen sich schämen, andere damit zu belasten, weil sie um ihre Kinder fürchten, weil sie nicht stigmatisiert werden wollen. Wir sollten den Mut haben, unserem Bauchgefühl zu trauen, wenn jemand Andeutungen macht oder wir verdächtige Geräusche in der Nachbarschaft wahrnehmen. Allein auszusteigen ist für die meisten Frauen fast unmöglich, es braucht ein unterstützendes Umfeld“, erklärt sie.

 

Quelle: Magistrat der Stadt Maintal

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