Joachim Laatz

Redaktion

Stadt Maintal erhält das KOMPASS-Sicherheitssiegel des Landes Hessen

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Auszeichnung für mehr Sicherheit

Stadt Maintal erhält das KOMPASS-Sicherheitssiegel des Landes Hessen

Maintal ist eine sichere Stadt. Das belegt die polizeiliche Kriminalstatistik. Das subjektive Empfinden der Menschen mag von der objektiven Datenlage zuweilen abweichen. Deshalb engagiert sich Maintal bereits seit vielen Jahren in der Prävention und greift Rückmeldungen der Bürger*innen auf, um das Sicherheitsgefühl durch passgenaue Maßnahmen zu verbessern. Für dieses Engagement zertifizierte Landespolizeipräsident Roland Ullmann die Stadt Maintal jetzt als KOMPASS-Kommune.

KOMPASS steht für KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel und ist die Sicherheitsinitiative des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Als eine von vier Modellkommunen wurde Maintal Ende 2017 für die Teilnahme an dem Pilotprojekt ausgewählt. Dies aber nicht aufgrund einer kritischen Sicherheitslage. Denn: „Nicht der Handlungsbedarf war ausschlaggebend für die Auswahl, sondern das bereits vorhandene Engagement für Prävention sowie die Erfolgsaussichten für das KOMPASS-Projekt“, unterstrich Ullmann im Rahmen der Auszeichnung im Rathaus und verwies auf die idealen Rahmenbedingungen. So gab es schon vor KOMPASS eine Streife der Stadtpolizei, die in den Abendstunden und am Wochenende im Einsatz ist, die Leon-Hilfe-Inseln als Anlaufstelle für Kinder in Notsituationen, Alkohol- und Gewaltpräventionsprojekte sowie ausgebildete Sicherheitsberater für Senior*innen.

Als KOMPASS-Modellkommune konnten wir an bestehende Präventionsprojekte anknüpfen, um diese im Austausch mit den Bürger*innen und mit fachlicher Begleitung weiterzuentwickeln und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen anzustoßen. Dabei haben wir die Vernetzung der verschiedenen Akteur*innen aktiv unterstützt. Denn Sicherheit betrifft nicht nur Polizei und Ordnungsbehörde. Vielmehr ist es eine gemeinschaftliche Aufgabe, eine Kultur des Hinschauens zu etablieren, damit wir uns in unserer Stadt noch sicherer fühlen – auch das trägt zur Lebensqualität bei“, unterstrich Bürgermeisterin Monika Böttcher.

So ermöglichten unter anderem zwei Befragungen der Bürger*innen aus den Jahren 2019 und 2020, das Sicherheitsgefühl der Maintaler*innen zu evaluieren. Resultierend daraus konnten Orte, die rein objektiv als sicher gelten, an denen sich Menschen aber dennoch unwohl fühlen, mit gezielten Maßnahmen aufgewertet werden. Prominentes Beispiel sind die Maintaler Bahnhöfe. Hier entstanden in Abstimmung mit der Deutschen Bahn ein besseres Lichtkonzept und klare Sichtachsen durch den Rückschnitt von Büschen und Bäumen. Im Bereich des Schulzentrums in Bischofsheim wurden ebenfalls zusätzliche Laternen aufgestellt. Mit Karsten Soer von der Stadtpolizei gibt es einen Kontaktbeamten vor Ort, der als Bindeglied zwischen Schulen, Eltern, Schüler*innen, Polizei und Verwaltung fungiert. Zusätzlich wurde der Einsatz der Präventionsstreife in den Abendstunden und am Wochenende intensiviert und auch auf das Mainufer ausgeweitet. Möglich wurde dies unter anderem durch zusätzliches Personal im Bereich der Stadtpolizei.

Hessen ist ein sicheres Bundesland. Das subjektive Empfinden der Bürger*innen mag hiervon manchmal abweichen. Deshalb ist die Sicherheitsinitiative KOMPASS auch ein Kompass für das Land, dieses Sicherheitsempfinden in der strategischen Ausrichtung stärker zu berücksichtigen, um unter Beteiligung der Bürger*innen und Behörden passgenaue Lösungen zu entwickeln“, betonte Ullmann. Die Sicherheitsinitiaive, an der mittlerweile 96 hessische Kommunen teilnehmen, nannte er ein Erfolgsgprogramm, das weiterentwickelt und unter der Dachmarke „Gemeinsam sicher in Hessen“ mit weiteren Präventionsprojekten zusammengeführt werde.

Maintal ist die sechste hessische Kommune, die als KOMPASS-Kommune ausgezeichnet wurde. Damit endet das Engagement aber nicht, wenngleich das Siegel „ein sichtbares Zeichen ist, dass Sie sich der Sicherheit Ihrer Bürger*innen verpflichtet fühlen. Aber Kriminalprävention ist ein langfristiger Prozess“, merkte Polizeipräsident Eberhard Möller im Rahmen der Auszeichnung an. Mit Blick auf das weitere Engagement sieht Monika Böttcher „das Feld aber gut bereitet, um fortzufahren“ und freut sich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. „Die Menschen sollen sich mit ihren Anliegen in Fragen der Sicherheit ernstgenommen fühlen, damit sie sich in Maintal wohl und sicher fühlen“, betonte sie abschließend.

Quelle: Stadt Maintal

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