Joachim Laatz

Redaktion

Maintal ist Streuobstkommune 2021

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Maintal ist Streuobstkommune 2021

Regionalverband FrankfurtRheinMain zeichnet vorbildliches Engagement aus

Die Streuobstwiesen prägen das Maintaler Landschaftsbild. Sie sind Wiege der Apfelweinkultur und ein einzigartiger Naturraum. Um zu unterstreichen, wie bedeutsam Erhalt und Pflege dieser Kulturlandschaft sind, hat der Regionalverband FrankfurtRheinMain im Frühjahr erstmals einen Wettbewerb ausgelobt. Die Auszeichnungen honorieren vorbildliches Engagement in diesem Bereich. Nun übergab Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands, die Auszeichnung Maintals als „Streuobstkommune 2021“ an Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Die Bewerber haben es der Jury nicht leicht gemacht“, so das Fazit von Rouven Kötter, der als Erster Kreisbeigeordneter des Regionalverbands unter anderem für das Thema „Streuobst“ verantwortlich ist. Doch an Maintal habe kein Weg vorbeigeführt, merkte er mit Hinweis auf die vielfältigen und langjährigen Aktivitäten in Maintal an, die dem Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft dienen. Mit der Übergabe der Urkunde auf der herbstlich bunten Streuobstwiese im Bereich der Hochstädter Weidenkaute fand die Auszeichnung vor der passenden Kulisse statt. „Die Streuobstwiesen sind ein Wahrzeichen Maintals. Das gilt vor allem für den Stadtteil Hochstadt, der auch als Hochburg des Apfelweins bekannt ist. Unterschiedliche Akteur*innen kümmern sich um den Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft. Deshalb freut es mich besonders, dass dieses vorwiegend ehrenamtliche Engagement durch die Auszeichnung einmal mehr öffentlich gewürdigt wird“, sagte Bürgermeisterin Monika Böttcher anlässlich der Preisübergabe und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Arbeitskreis Streuobst und Landschaftspflegeverband.

Der ausgedehnte Streuobstgürtel um Maintal ist Teil des größten zusammenhängenden Streuobstwiesengebietes in Hessen. Die Wiesen liefern Frischluft, geben Raum zum Träumen und Erholen. Streuobstwiesen können aber nur bestehen, wenn Menschen sich um sie kümmern. Die Stadt Maintal unterstützt in vielen Initiativen den Erhalt dieser wertvollen Landschaft. Ein wichtiges Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürger*innen ist der Arbeitskreis Streuobst, der anlässlich der Auszeichnung durch die stellvertretende Sprecherin Annika Hensel vertreten war. Sie warb intensiv darum, dass es mehr Menschen braucht, die sich um die Pflege der Wiesen kümmern. Ein Angebot in diesem Zusammenhang ist das Projekt „Pflege gegen Nutzung“. Es bringt Eigentümer*innen von Wiesen, die sich um die Flächen nicht kümmern können, mit interessierten Menschen zusammen, die gerne die Pflege übernehmen würden und dafür das Obst ernten dürfen.

Streuobstwiesen zu erhalten und neu anzulegen ist neben gesunder und sinnvoller Freizeitgestaltung auch aktiver Klimaschutz. Die Wiesen mit den alten Bäumen bieten – bei richtiger Pflege – zudem vielen seltenen Tierarten wie dem Steinkauz den benötigten (Über)-Lebensraum. Die Fachdienste Klimamanagement und Freiwilligenagentur der Stadt Maintal haben in diesem Jahr bereits zwei Netzwerktreffen von Freiwilligen aus den Bereichen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz veranstaltet. Auch im nächsten Jahr werden die Austauschtreffen fortgesetzt. Wer Interesse hat, in das Netzwerk aufgenommen zu werden, kann sich an Martin Scharping vom Fachdienst Maintal Aktiv – Freiwilligenagentur wenden, Telefon 06181 400-476 oder per E-Mail an freiwilligenagentur@maintal.de.

Das vielfältige Engagement für die Streuobstwiesen sowie die Begleitung der verschiedenen Initiativen durch die Stadtverwaltung beeindruckte auch die Jury. „Maintal ist hier vorbildlich aufgestellt“, lobte Kötter und hob dabei insbesondere den Arbeitskreis Streuobst hervor. Dieser unternimmt mit dem Landschaftspflegeverband und mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen aktuell mit einem fünfjährigen Kartierungsprojekt eine aufwendige Bestandsaufnahme der Streuobstwiesen. Zugleich spricht der Arbeitskreis Kita-Gruppen und Grundschulklassen mit umweltpädagogischen Projekten an.

Als Streuobstkommune 2021 darf sich Maintal nicht nur über den Preis nebst Urkunde freuen, sondern auch über Gutscheine für einen Tag mobile Kelter des MainÄppelHauses sowie für eine eintägige Fortbildung ihrer Aktiven beim Streuobstwiesenexperten Josef Weimer. „Ich hoffe sehr, dass dieser Preis als Anreiz und Motivation gesehen wird, sich noch mehr für den Erhalt unserer Streuobstwiesen einzusetzen“, so der Erste Beigeordnete Kötter. Im kommenden Jahr soll der Preis erneut ausgeschrieben werden.

Ich möchte mich bei all denen bedanken, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben“, sagte Freia Klinkert-Reuschling vom städtischen Fachdienst Umwelt zum Abschluss der Veranstaltung und nannte dabei Martin Scharping von der Maintal Aktiv – Freiwilligenagentur, die beiden FÖJ-ler der Stadt Maintal Leona Reppel-Pietro und Philipp Köhler, Jörg Stier von der Kelterei Stier, Johannes Seibel von Dr. Höhls und Michelle Pearson und Katharina Puppe vom Café „Pearson und Puppe“.

Quelle: Stadt Maintal

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