Joachim Laatz

Redaktion

König Watzmann empfängt Jubilare und Freunde der Feuerwehren aus Kilianstädten und Traiskirchen

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50 Jahre Bestand hatte sie im Jahre 2020, die Partnerschaft der Feuerwehren aus Schöneck-Kilianstädten und Traiskirchen aus Österreich.
Nicht nur einen formellen Akt stellt sie dar, die Verbundenheit zwischen den beiden kommunalen Hilfsorganisationen.
Regelmäßig zu anlassorientierten Feiern und Festlichkeiten des Brandschutzes, zu Veran-staltungen der beiden Gemeinden und des hessischen und niederösterreichischen Umlandes
sind repräsentative Abordnungen unterwegs.

Ihren besonderen, herausragenden Charakter erfuhr die Partnerschaft durch die über Generationen gewachsenen Freundschaften zwischen Personen und Familien. Der hessische Dialekt gehört beim Traiskirchner Gschnaß (Fastnacht) genauso dazu, wie die Wiener Mundart bei der Beachparty oder dem Geburtstag.
Ebbelwei und Grüner Veltliner sind beim jeweiligen Gegenüber wohlbekannt.

Pandemiebedingt mussten jedoch sämtliche Feierlichkeiten zur Goldenen Hochzeit der beiden Partner entfallen.

Intensive, leidenschaftliche Bemühungen der beiden Vereinsvorstände und der Partnerschaftsbeauftragten aus Kilianstädten und Roland Glanner aus Traiskirchen fanden einen Kompromiss zu einem feierlichen Treff unter Einhaltung der pandemiebedingten Vorgaben: ein Wochenende in Berchtesgaden unter dem Patronat von König Watzmann.

Riesengroß war dementsprechend die Wiedersehensfreude, als beide Busse am Treffpunkt, einem bekannten ortsansässigen Lebensmittelbetrieb, welcher die Wurzeln des gelben Enzians in trinkbare Flüssigkeit verwandelt, eintrafen.
Ein tolles, dem würdigen Anlass angepasstes Rahmenprogramm hatten sich die Veranstalter ausgedacht.
Den Auftakt bildete der Besuch des ältesten aktiven deutschen Salzbergwerkes. Zünftig gewandet durchfuhr man mit der Besuchergrubenbahn den salzigen Heilstollen und erfuhr die Abbaumethoden im Verlauf der Jahrhunderte.
Der Besuch des Berchtesgadener Landes ohne sein Schmuckstück „Königssee“ – undenkbar.
Das Elektroschiff MS JENNER nahm die Freunde zur Reise auf dem fjordartigen Gewässer auf.
Ziel war die malerische Halbinsel mit Kirchlein St. Bartolomä zu Füßen der Watzmann-Ostwand. Die Klänge der Trompete zur Echowand inspirierten die Gäste an Bord zu fröhlichen Chor-Gesängen. Selbst für den erfahrenen Kapitän eine nicht alltägliche Erscheinung.
Das strahlende Wetter lud geradezu zum Höhepunkt der Reise ein: die Fahrt zum Kehlstein, einem wundervollen Aussichtsberg mit Blick zum Watzmann, dem Hohen Göll, dem Königssee und der Schlafenden Hexe. Waren da in der Ferne nicht der Kilianstädter Kirchturm und die Traiskirchner Urbanuskapelle zu sehen…
Einen nicht unerheblichen Aspekt bildete die historische Authentizität des Ortes in der gemeinsamen deutsch-österreichischen Historie.

Selbstverständlich kann ein solches Ereignis nicht ohne ein formales Zusammentreffen stattfinden. Im anlassorientiert hergerichteten Speisesaal hatten sich der Kommandant der Traiskirchener Feuerwehr, Brandrat Oliver Stocker, der Vorsitzende des Kilianstädter Feuerwehrvereins, Matthias Steul und die Patenschaftsbeauftragten in die Rednerliste eingetragen.
Gemeinsam betonten sie ihrerseits die herausragende Patenschaft über mittlerweile drei Generationen. Sogar acht mitgereiste Gründungsmitglieder fanden sich an den Tischen. Nach dem Aussprechen von formellen Ehrungen überreichte man sich gegenseitig ein ganz besonderes Erinnerungs- und Anerkennungspräsent: jeweils eine handgefertigte Glocke aus Messing. Ein würdiger Ausstellungsort würde man in den jeweiligen Gerätehäusern nach der Einweihung finden.
Ein weiteres hochwertiges Geschenk überreichte Brandrat Stocker seinen Kilianstädter Kameraden, deren Feuerwehr im vergangenen Jahr ein weiteres Jubiläum zu verzeichnen hatten: ihren 100sten Geburtstag.
Ein aus Holz kunstvoll gefertigter Schutzpatron der Brandschützer, der Hl. St. Florian, soll auch für die kommenden einhundert Jahre seine schützenden Hände über seine Jünger halten.

Viel zu schnell ging das eindrucksvolle Wochenende vorbei. Das eine oder andere Tränchen blieb zurück, als sich die Freunde sich auf ihren Heimweg begaben – in der Hoffnung, sich beim nächsten Mal wieder unter „normalen“ Bedingungen wiederzusehen.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Kilianstädten e.V.

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